News-Update

Hund statt Wolf getötet: Feuerwehr darf nicht mehr auf Tiere schießen

Die Diskussion um legitimierte Wolfstötungen findet damit ihr vorläufiges Ende. Mehrere schreckliche Vorfälle bei der Rostocker Feuerwehr führten zu dieser Entscheidung.

Aus dem Fenster gerichtetes Gewehr
Die Rostocker Berufsfeuerwehr darf vorerst nicht mehr auf Tiere schießen iStock / Akchamczuk

Tödliche Verwechslung

Im vergangenen Jahr gab es zwei schreckliche Vorfälle in Verbindung mit der Rostocker Berufsfeuerwehr: Zum einen wurde das entlaufende Zirkus-Zebra "Pumba", zum anderen der Wolfshund "Blue" von Nadin Ruck erschossen.

"Blue" hielt die sogenannten "Gefahrenabwehr Tier" einem Bericht von RTL.de zufolge für einen Wolf. Es hagelte heftige Kritik.

Erhebliche Zweifel

Darf die "Gefahrenabwehr Tier" bewaffnet sein? Eine Frage, mit der sich mittlerweile die Stadt Rostock beschäftigt. Pressesprecher Ulrich Kunze meldete bereits erhebliche Zweifel daran an.

Bis die Frage endgültig geklärt ist, gilt ein vorläufiges Waffenverbot für die Feuerwehrleute. "Derzeit sind die Waffengenehmigungen eingezogen und die Waffen nicht verfügbar", so Kunze.

Tieferer Sinn

Bislang war es gängige Praxis, die "Gefahrenabwehr Tier" mit Jagdwaffen auszustatten. Diese spezielle Einheit der Rostocker Berufsfeuerwehr wird zukünftig aber eventuell nur noch beratend agieren.

"Pumba" und "Blue" wird das nicht zurückbringen, doch vielleicht hatte ihr Tod einen tieferen Sinn.

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