Preiswert, aber geschmacksintensiv Hüftsteak: Das Beste kommt vom Ende

Tomasz | Männersache 19.04.2018
Hüftsteak
© iStock / juefraphoto

Das Hüftsteak gilt als das feinste Teilstück aus der Keule. Das Hüftsteak, auch Sirloin Steak genannt, ist zwar mager, überzeugt aber durch einen intensiven Fleischgeschmack.

Das Hüftsteak ist ein Zuschnitt aus der Hüfte des Rindes. Die Hüfte liegt hinter dem Roastbeef und ist ein Teilstück der Keule. Sie teilt sich in Hüftzapfen, schmale und dicke Hüfte auf. Die schmale und die dicke Hüfte werden zusammen oft auch "Steakhüfte" genannt.

 

Hüftsteak: Das Beste kommt vom Ende

Das Gewicht des Hüftsteaks ist im Vergleich zum riesigen Porterhouse-Steak mit 150 bis 300 Gramm eher gering. Zum Braten oder Grillen wird es in etwa zwei bis drei Zentimeter dicke Scheiben geschnitten. Das Fleisch zeichnet sich durch relativ kurze Fasern und eine geringe Marmorierung aus. Beim Garen ist Vorsicht geboten, denn bereits bei einer Kerntemperatur von 60 Grad ist das Fleisch übergart und wird schnell trocken. Preislich ist das Hüftsteak deutlich günstiger als ein Filetsteak, dafür aber kräftiger im Geschmack.

In der Schweiz steht das Hüftsteak oft mit einem "u" auf der Speisekarte. In Deutschland wird die vermeintlich elegantere Schreibweise "Huftsteak" gerne übernommen, um eine zweifelhafte Rechtfertigung für höhere Preise zu liefern – bei gleichbleibendem Produkt wohlgemerkt. Bei uns ist auch die Bezeichnung "Hüftfilet" verbreitet, in Österreich "Hüferscherzel" oder "Ochsenfetzen". In England kennt man das Hüftsteak als "Topside Steak" oder "Hip-bone Steak", in den USA als "Sirloin Steak". Die Italiener nennen es "Scamone" und die Spanier "Bistec de Cadera".

 

Das Hüftsteak und seine Zubereitung

Die Zubereitung eines Hüftsteaks ist schnell, unkompliziert und verspricht ein leckeres Hüft-Erlebnis.

Als Vorbereitung solltest du das Hüftsteak rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur akklimatisieren lassen. Dann wäschst du das Fleisch und tupfst es vorsichtig trocken – das beugt dem Spritzen von Wasser und Fett in der Pfanne vor. Wir empfehlen, das Hüftsteak erst nach dem Braten zu würzen.

Im Folgenden findest du eine leicht gekürzte Anleitung zum Steak-Braten in der Pfanne. Für eine Schritt-für-Schritt-Anleitung klicke hier. Wenn du dein Steak über heißer Flamme auf dem Rost grillen möchtest, findest du hier alle nötigen Informationen.

Erhitze deine gusseiserne oder Edelstahlpfanne auf höchster Stufe und lasse einen Esslöffel Öl oder Butterschmalz darin warm werden. Diese Pfannenarten eignen sich aufgrund der Speicherung und Übertragung von Wärme optimal zur Zubereitung von Steaks. Warum du keine Teflonpfanne benutzen solltest und wie du eine Gusseisenpfanne einbrennst, erfährst du hier. Anschließend legst du das Hüftsteak hinein und lässt es von beiden Seiten bei einmaligem Wenden für je etwa zwei Minuten scharf anbraten. Zum Schluss wickelst du das Steak in Alufolie ein und legst es zum Garen für etwa zehn Minuten in den auf 130 Grad vorgeheizten Ofen. Bei dem gesamten Prozess solltest du darauf achten, dass die Kerntemperatur des Hüftsteaks 60 Grad nicht überschreitet, da das Fleisch sonst trocken wird. Wie du die gewünschte Garstufe - "blutig", medium oder durchgebraten - bestimmst, erfährst du hier.

Vor dem Servieren streust du nach Bedarf Salz und Pfeffer über die Fleischscheibe und lässt es weitere drei Minuten auf der Arbeitsfläche ruhen.

Im Video verrät dir Spitzenkoch Brian Bojsen, wie du dein Fleischmesser am besten schärfst:

 
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