Eiseskälte Wegen Dsud: 700.000 Pferde und Rinder in der Mongolei verendet

Tobias | Männersache 21.03.2018
"Dsud" heißt das Wetterphänomen in der Mongolei
© Getty Images / Paula Bronstein

Der Großteil der mongolischen Bevölkerung lebt von der Viehzucht. Umso dramatischer, dass diesen Winter mehr als 700.000 Pferde und Rinder wegen der anhaltenden Eiseskälte verendeten.

Von den Einheimischen wird dieses extreme Wetterphänomen "Dsud" genannt. Durch die extreme Kälte und den starken Schneefall finden die Tiere kaum noch etwas zu fressen und verhungern.

"Ich habe Pferde gesehen, die im Stehen erfroren sind", zitiert der Spiegel einen mongolischen Viehhändler. Da die meisten Tiere im Freien weiden, sind sie dem Wetter schutzlos ausgeliefert.

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Noch härter traf es das Land im Winter 2009/2010. Damals sollen etwa 9,7 Millionen Tiere verendet sein. Wenn das Vieh stirbt, sind die Hirten darauf angewiesen, sich in den Städten als Tagelöhner über die Runden zu bringen.

Experten gehen davon aus, dass vor allem Überweidung und der Klimawandel dazu beitragen, dass das Wetterphänomen "Dsud" so heftig ausfällt. Aber an ein Ende der Viehzucht ist auch nach solch starken Verlusten nicht zu denken. Im letzten Jahr lag der Viehbestand noch bei 66 Millionen Tieren.

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