Linguamyrmex vladi Höllenameisen aus der Vergangenheit entdeckt

Tobias | Männersache 09.05.2018

Tödliche Riesenkiefer und ein metallenes Horn, um Opfer aufzuspießen. Die prähistorische Ameise war ein echter Killer.

Eine Höllenameise
Foto:  Paleontology Department of the American Museum of Natural History

Die neu entdeckte Ameise gehört zu der heute ausgestorbenen Gattung der Höllenameisen. Sie lebten in der Kreidezeit und machten ihrem dämonischen Namen alle Ehre.

Ausgestattet ist die Ameise mit einer Kieferapparatur, wie sie bei keinem heute lebenden Wesen zu finden ist. Auch ihre Art zu jagen, schien sich von den bekannten Ameisen stark zu unterscheiden.

Die in Bernstein gefundene Ameise hat ein riesiges Maul. Mit scharfen stoßzahnähnlichen Unterkiefern, konnte sie ihre Feinde gut festhalten.

 

In der Höhe des Oberkiefers springt ein Horn hervor mit dem die Ameise Weichtiere aufspießen konnte. Special Feature: Das Horn ist mit Metall verstärkt.

Als ob es damit noch nicht genug wäre, wird vermutet, dass die Höllenameise wohl auch Blut getrunken zu haben. Denn wenn sie den Unterkiefer hochschob, formten die großen Zähne eine Rinne.

"Es könnte dazu entwickelt worden sein um Insektenblut zum Mund zu trichtern", sagt Philip Barden, der die Linguamyrmex vladi, so der wissenschaftliche Name der Ameise, fand.

Der Bernstein aus Myanmar, der die Ameise umschloss, weist das stolze Alter von 98-millionen Jahren auf.

Barden hofft, noch mehr Exemplare zu finden. Am besten eins, bei dem er sehen kann, wie ein Insekt im Kiefer gefangen ist.

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