Hitzewelle 2018 51,3 Grad! Hier wurde der Temperatur-Rekord geknackt

Redaktion Männersache 02.08.2018

Nicht nur in Deutschland werden Hitzerekorde gemessen, die steigenden Temperaturen sind ein globales Ereignis, das besonders auf der Nordhalbkugel in Erscheinung tritt. Handelt es sich dabei nur um ein Wettenphänomen oder ist die Hitze bereits Teil der Erderwärmung?

In Ländern wie Kanada oder Irland und Schottland, in denen der Sommer eigentlich recht mild ist, macht sich die Hitze genauso bemerkbar wie in Südkalifornien, wo die Menschen verstärkt große Dürreprobleme lösen müssen. 

Die Ursache für das Extremwetter in Nordamerika ist eine Hitzeglocke, die sich bereits seit Mitte Juni über die USA und Südkanada ausdehnt.

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Die Situation in Europa sieht ähnlich aus. Auch in Deutschland macht die andauernde Hitze Land und Menschen zu schaffen. Die kleinen Schauer und Gewitter sind da leider nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

Somit haben wir auch hier mit Dürren, Ernteausfällen, Feld- und Waldbränden und überlasteten Ökosystemen wie umgekippte Seen mit tonnenweise toten Fischen zu tun. 

Das Hoch über Deutschland wird von zwei Tiefdruckgebieten in Position gehalten. Eines liegt über der französischen Atlantikküste und den britischen Inseln und das andere über Osteuropa.

 

Absurde Rekorde

Doch am meisten macht sich der Temperaturanstieg in Sibirien bemerkbar. An der Polarmeerküste wurden 33 Grad gemessen. Normal ist für die Region zu dieser Zeit eher eine einstellige Temperatur. Es ist also mehr als 20 Grad zu warm. In Afrika dokumentiert man ebenfalls außergewöhnlich hohe Temperaturen und einen absoluten Hitzerekord von 51,3 Grad im algerischen Wüstenort Ouargla.

Der Grund für die außergewöhnlichen Wetterbedingungen sind Veränderungen der sogenannten Strahlströme, auch Jetstreams genannt. Diese ziehen in Höhen von etwa 8.000 bis 12.000 Metern um die Erde. 

Doch in letzter Zeit bleiben Wellenbögen gelegentlich an einer Stelle hängen. Dadurch bewegen sich auch Tief- und Hochdruckgebiete nicht und verharren. Sie hängen fest und das Wetter ändert sich nicht – manchmal sogar über Wochen. Als Folge entstehen Extremwetterlagen wie die aktuelle Hitzewelle.

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Die Ursache für die Veränderung der Jetstreams ist eine Stausituation. In den Strahlströmen kann es ähnlich wie auf der Autobahn zu Stau kommen, wenn zu viel Verkehr herrscht. Forscher der Universität Maine haben eine Studie veröffentlicht und sehen den Klimawandel als Auslöser.

Gegenüber dem Wissenschaftsjournal Science erklärten sie: "Der Klimawandel verschiebt wahrscheinlich die Luftströmungen des Stroms nahe an dessen Kapazitätsgrenze." Daher wäre in Zukunft häufiger mit solchen Wetterphänomenen zu rechnen.

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Erderwärmung schlimmer als bisher gedacht

Zudem könnte die Entwicklung der Erderwärmung drastischer verlaufen als bisher gedacht. Laut den Ergebnissen eines internationalen Forscherteams unter Studienhauptautorin Katrin Meissner von der australischen University of New South Wales könnte die Erdtemperatur aufgrund der hohen Treibhausgas-Emission sogar doppelt so hohe Werte erreichen wie bisher angenommen.

Gleichzeitig könnte daher der Meeresspiegel auch um bis zu sechs Metern steigen. Das ist weit mehr als bisher angenommen.

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