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Hitlergruß auf offener Straße: Nazi-Skandal mitten in Köln

Ein Mann brüllt in der Kölner Innenstadt wiederholt Nazi-Parolen, hört die erste Strophe des "Deutschlandliedes" und zeigt dabei den Hitlergruß. Wir haben die Hintergründe.

Mann pöbelt in Kölner Innenstadt
Mann zeigt in Köln den Hitlergruß, im Hintergrund läuft die erste Strophe des Deutschlandliedes Foto: Facebook / Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis

Nazi-Skandal mitten in Kölner Innenstadt

Auf einem aktuell im Internet kursierenden Videoclip ist der Besitzer eines Restaurants in Köln zu sehen, der am 1. Juli 2020 vor seinem Lokal zur ersten Strophe des "Deutschlandliedes" den Hitlergruß zeigte und "Heil Hitler" brüllte.

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Passantin greift ein

Die Aufnahmen zeigen auch, wie eine Passantin den Mann anspricht und dieser lautstark erklärt, er wäre zuvor als "Scheiß-Ausländer" beleidigt worden. War sein verfassungsfeindliches Handeln auf offener Straße also eine Reaktion auf eine fremdenfeindliche Beleidigung?

Es gibt zumindest Zweifel an dieser Version der Geschichte.

Versuch einer Einordnung

Auf der Facebook-Seite von "Köln gegen Rechts – Antifaschistisches Aktionsbündnis" bewertet man die Ereignisse folgendermaßen: "Hitlergruß und 'Sieg Heil'-Ruf in Begleitschutz Imbiss am Eigelstein

Heute erreichten uns mehrere Berichte und ein Video von einem Vorfall am Kölner Eigelstein am gestrigen Mittwochabend.

Auf dem Video ist zu sehen, wie aus der 'Fressbud am Eigelstein' die erste Strophe des Deutschlandliedes tönt. Laut mitgegrölt vom mutmaßlichen Betreiber der Imbissbude, der dazu auch noch den Hitlergruß zeigt und sich beschwerende Passant*innen mit Sieg Heil anpöbelt. Laut Zeugen*innen, wurde er von der Polizei kurzzeitig festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Diese offen zur Schau gestellte Naziprovokation an der Fressbud kommt allerdings nicht überraschend. Die Fressbuud ist schon in der Vergangenheit dadurch aufgefallen, dass sich dort öfter Teilnehmer*innen von Nazidemonstrationen in Köln gesammelt hatten und von dort wurden auch schon vorbeiziehende antifaschistische Demonstrationen angepöbelt. Da passt es dann wie die Faust aufs Auge, dass die Fressbud auch der offizielle Anlaufpunkt des im neusten Verfassungsschutzbericht erwähnten rechtsextremen Begleitschutzes Köln am Eigelstein ist. Das Video wurde sowohl uns als auch der Polizei zugesandt."