Highland Titles Für 38 Euro kannst du zum britischen Lord werden

12.06.2017
Die schottische Firma "Highland Titles" adelt jeden zum Lord, der ein Grundstück kauft
© iStock/Nomadsoul1

Für weniger als 40 Euro zum schottischen Lord geadelt werden? Diesen noblen Traum erfüllt die Firma "Highland Titles" - für den guten Zweck.

Das 2006 gegründete Unternehmen besitzt im schottischen Hochland die beiden Naturschutzgebiete Glencoe Wood und Mountain View. Wer dort ein Stück Boden erwirbt, bekommt im Gegenzug einen Titel.

Itailen verschenkt historische Schlösser (Symbolbild)

Italien verschenkt Immobilien: Darunter sogar Schlösser!

Für nur 38 Euro können 0,09 Quadratmeter und somit der offizielle Titel Lord, Lady oder Laird (das schottische Äquivalent) von Glencoe gekauft werden.

Wem das zu wenig ist: Rund 93 Quadratmeter sind für 649 Euro zu haben. Dafür erhält der zukünftige Lord zudem ein gerahmtes Zertifikat auf Pergamentpapier, eine VIP-Mitgliedschaft und ein Baum wird zu seinen Ehren gepflanzt. 

Das schottische Naturreservat Lochaber der Firma "Highland Titles"
Das schottische Naturreservat Lochaber der Firma "Highland Titles" © Highland Titles

Nach dem Kauf bleibt das noble Grundstück weiter im Besitz des Unternehmen und verwaltet es gemäß der Naturschutzverpflichtung. Selbstverständlich kann die Neu-Noblesse "ihr" Stückchen Land benennen oder auch vor Ort besuchen. 

Dank dieses Titel-Systems will "Highland Titles" die Flora und Fauna der Region erhalten und schützen.

Insgesamt gehören der Firma 110 Hektar Land. Rund 100.000 Menschen haben weltweit bereits in das Naturschutzgebiet investiert.

Maatsuyker-Island: Hier darfst eine Insel hüten

Traumjob in Tasmanien: Inselwächter gesucht

Selbstverständlich kann es nicht so Tausende Lords und Ladys von Glencoe oder Lochaber geben. "Highland Titles" versteht seine oberflächliche "Adelung" als reine Unterhaltung. Denn der Begriff "Lord" bezieht sich in erster Linie nicht auf den Adelsstand, sondern auf die englische Übersetzung aus dem schottischen Sprachgebrauch. Wer nämlich in Schottland ein Stück Land besitzt, ist ein Landbesitzer, ein Laird oder im Englischen ein Lord.

Zwar werden die Käufer in der eigenen Online-Community entsprechend der neuen Titel angesprochen, auf dem Personalausweis kann der Zusatz jedoch nicht geführt werden. Das verbietet in Deutschland das Personalstandsgesetz, laut dem keine Titel zum Namen hinzugefügt werden können, die eine Person nicht rechtmäßig führt. 

Mehr Reise-Stories:
Mann filmt Sturm aus Polarlichtern. Dann bricht ein Vulkan aus
Das sind die 9 beliebtesten Airbnbs in Europa 

Tags:

Prime Day - Die Schnäppchenjagd beginnt

Copyright 2018 maennersache.de. All rights reserved.