Pfeif drauf

Hassverbrechen: England stellt "Frauen hinterherpfeifen" unter Strafe

So ändern sich die Zeiten. Was früher zwar auch schon als etwas proletarisch empfunden wurde, aber durchaus auch als Kompliment verstanden werden konnte, ist heute, im Zeitalter der allmächtigen PC-Police natürlich aufs Übelste verpönt und wird jetzt in England wohl sogar unter Strafe gestellt. Es geht um das gute, alte Hinterherpfeifen.

Frauen hinterherpfeifen in England bald strafbar
Frauen hinterherpfeifen in England bald strafbar Foto: Facebook / LADbible

Wir alle haben diese klassische Szene vor Augen. Es ist warm in der Stadt, die Frauen laufen im leichten Sommerrock durch die Straßen und machen die Männer komplett wuschig damit.

Als die attraktive junge Dame an einer kleinen Baustelle vorbeikommt, passiert es: Mindestens einer der hart schuftenden Bauarbeiter kommt nicht umhin, dem Mädel mitzuteilen, was er von ihrer Gesamterscheinung hält.

Dazu reicht, man höre und staune, nur ein wohlgesetzter, einem simplen Rhythmus folgender Pfeifton, der meist auch nur einmal angesetzt wird. Keine große Sache, sollte man meinen. Für die Frauen offensichtlich doch.

Auf der einen Seite wollen sie selbstverständlich nicht nur wahrgenommen, sondern bewundert werden – und zwar von ALLEN Männern, aber mehr oder wenig eindeutige Avancen werden brüsk zurückgewiesen.

Was in Deutschland bisher nur als Ärgernis abgetan wird, könnte in England demnächst unter Strafe gestellt werden und mit einer Anklage wegen sexueller Belästigung enden.

"Wolf-whistling" und "cat-calling", also besagtes Hinterherpfeifen und mehr oder weniger flache Anmachsprüche raushauen, werden möglicherweise demnächst als "hate crime" angesehen und ähnlich wie Rassismus und Schwulenfeindlichkeit eingestuft.

Statistische Erhebungen haben ergeben, dass in England 62,9 Prozent der befragten Frauen schon einmal hinterhergepfiffen wurde.

Sollte die Neubeurteilung dieses Verhaltens in eine entsprechende Gesetzesmodifikation münden, könnten den männlichen Macho-Pfeifern bei einer Verurteilung in Zukunft harte Strafen drohen.