Kindergeld Hartz-IV-Skandal: Fast 50 Milliarden Euro verloren gegangen

Redaktion Männersache 12.06.2018

Wie die Bundesregierung bekannt gab, wurden in den letzten zehn Jahren fast 50 Milliarden Euro Kindergeld an die Hartz-IV-Beiträge angerechnet.

Der ewige Skandal rund um das Kindergeld für Hartz-IV-Empfänger reißt nicht ab. Eine Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der Linken im Bundestag, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, liefert nun deutliche Zahlen. Insgesamt wurden zwischen den Jahren 2007 und 2017 49,5 Milliarden Euro Kindergeld an Hartz IV angerechnet.

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Die Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, die die Frage nach der Summe gestellt hatte, sieht die Summe von fast 50 Milliarden Euro als Skandal. "Kinder Gutverdienender profitieren vom Kinderfreibetrag. Kinder aus Familien, die nicht auf Hartz IV angewiesen sind, bekommen das Kindergeld. Die Ärmsten aber bekommen gar nichts", meint die Politikerin. Vorausschauende Familienpolitik sähe anders aus.

Für das erste und zweite Kind beträgt das Kindergeld 194 Euro, beim dritten Kind sind es 200 Euro und ab dem vierten Kind steigt der Betrag auf 225 Euro. Entsprechend werden Hartz-IV-Beträge gekürzt, wenn Empfänger Kindergeld beziehen.

Auf die Frage, wieso überhaupt das Kindergeld an Hartz IV angerechnet wird, erklärte Sozialminister Hubert Heil aus der SPD in einem Interview mit RTL: "Wir [brauchen ]immer noch einen Lohnabstand zwischen Menschen, die Arbeit haben und denen, die keine haben." Der Lohnabstand soll verhindern, dass Hartz-IV-Empfänger mehr Geld zur Verfügung haben als Geringverdiener. Gleichzeitig soll so ein Anreiz geschaffen werden, um aus der Hartz-IV-Situation raus zu wollen.

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