Behördenwahnsinn Hartz IV: 5 absurde Jobcenter-Maßnahmen, die wütend machen

Redaktion Männersache 09.05.2018

Einige der Maßnahmen, die Hartz-IV-Empfänger vom Jobcenter angeboten bekommen, um in die Arbeitswelt zurückzufinden, wirken wenig effektiv. Was ist sinnvoll und was möglicherweise Zeit- und Steuergeldverschwendung?

Wer von Hartz IV abhängig ist, muss jede Menge über sich ergehen lassen. Mit am schlimmsten sind sicherlich die Jobcenter-Maßnahmen. Doch wer die Vorschläge vom Jobcenter ablehnt, wird bestraft. Daher kann es passieren, dass ein Hartz-IV-Empfänger seine Zeit bei einer sinnlosen Kaffeerunde oder beim Farbcoaching absitzt. 

Die Anschuldigungen gegen die Jobcenter sind zwar nicht neu, doch hat sich seither wenig geändert. Die folgenden Maßnahmen sind schlicht unverständlich. 

 

Nichtstun

Der Klassiker unter den Maßnahmen für Langzeitarbeitslose: ein Raum und eine Gruppe Menschen, die 30-40 Stunden die Woche einfach zusammen nichts tun und darauf warten, dass die Zeit um ist, damit sie wieder nach Hause gehen können.

Dieser Kurs soll Menschen über 50 eigentlich auf einen Job im Qualitätsmanagement vorbereiten. Kein Problem würde dieser Zeitvertreib nicht 1200 Euro pro Teilnehmer kosten.

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Persönliches Coaching mit Farbberatung

Mit Fragen, wie „Welche Farbe hat für Sie Motivation?“ oder „Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“ wird man bei einem persönlichen Coaching konfrontiert und muss gleichzeitig seine Träume aufmalen. Dazu erhalten die vom Jobcenter übermittelten Interessenten auch noch eine individuelle Farbberatung. Wozu auch immer die gut sein mag.

 

Spazieren gehen mit Lamas

Sehen und gesehen werde: In manchen Kursen muss eine Gruppe von Arbeitslosen in der Gruppe spazieren gehen und sich in der Stadt sehen lassen. Wer weiß, vielleicht liegt ja ein Job auf der Straße? Das Team Wallraff hat sogar bei seiner Undercover-Dokumentation auf RTL mit Lamas um den Block gehen dürfen.

 

Wie funktioniert eigentlich der PC?

Es ist auch schon vorgekommen, dass Teilnehmer die Leitung eines Kurses übernehmen, weil das eingestellte Personal sich lieber mit anderen Dingen beschäftigt. Statt eines Bewerbungscoachings haben die Teilnehmer so wenigstens etwas über Computer gelernt.

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Kaufmannsladen spielen

Bei Stern TV wurde schon 2013 von einer sehr demütigenden Maßnahme berichtet: Die Arbeitslosen mussten in nachgebauten Geschäften, das Verkaufen von Waren üben – wie früher im Kindergarten.

 

Sanktionsfrei

Menschen mit Hartz IV bekommen immer noch solch sinnlose Maßnahmen aufgedrückt und können sich nicht wehren. Andernfalls werden sie mit Geldkürzungen bestraft und sanktioniert. 

Der Berliner Verein "Sanktionsfrei" versucht diese Menschen aufzufangen und sie finanziell abzusichern, damit sie in der Lage sind Maßnahmen abzulehnen und ihre Zeit sinnvoll zu nutzen.

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