Bitterer Beigeschmack Haribo macht keine gute Figur im ARD-Markencheck

19.10.2017
Haribo ... sollte Kinder froh machen
© iStock/djedzura

Haribo bekommt beim ARD-Markencheck keine guten Noten. Einige Punkte lassen sehr zu wünschen übrig.

"Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso." Ein Slogan, der sich ins Kollektiv deutscher Gehirne gebrannt hat. Kein Mensch denkt bei den süßen Goldbären an schlechte Arbeitsbedingungen und gequälte Tiere.

Der ARD Markencheck hat das Bonner Familienunternehmen (HAns RIegel BOnn) einmal genauer unter die Lupe genommen.

Das Süßigkeiten viel Zucker enthalten, dürfte keine Überraschung sein. Dass die kleinen, bunten Bärchen allerdings mehr Zucker enthalten als Milchschnitten und Hanuta, ist den meisten nicht bewusst. So enthalten 100 Gramm der Goldbären 46 Gramm Zucker.

Süße Bären und arme Schweine
Süße Bären und arme Schweine © tierretter.de

Ein weiterer Bestandteil ist die Gelatine. Diese stammt laut Markencheck von Schweinen des Fleischvermarkters Westfleisch. Tierschützer brandmarken dieses Unternehmen, besonders grausam mit den Tieren umzugehen.

Die Schweine haben entzündete Augen, leben in ihren Exkrementen, haben viele Wunden. Westfleisch streitet diese Bedingungen jedoch ab.

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Damit die Goldbären & Co. ihren Glanz bekommen, wird in Brasilien Carnaubawachs von Palmen gewonnen. Diese Arbeit ist hart und die Arbeiter werden schlecht bezahlt. Das ARD-Team traf auf einigen Zulieferer-Farmen sogar Minderjährige an.

Diesem Vorwurf will Haribo nun auf den Grund gehen. Das Ergebnis des Markenchecks fiel eher negativ aus: Versuchung enorm, Goldbär überschätzt, Ökofaktor bedenklich und die Fairness unzureichend.

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