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Hamburg: 92-Jähriger wegen 5230-fachem Mord vor Gericht

Vor dem Hamburger Landgericht steht bald ein 92-Jähriger - es wird wegen 5230-fachen Mordes angeklagt.

KZ Stutthof: 92-Jähriger in Hamburg vor Gericht.
KZ Stutthof: 92-Jähriger in Hamburg vor Gericht. Foto: Getty Images/Chris Jackson

Hamburg: 92-Jähriger wegen 5230-fachem Mord vor Gericht

Das Hamburger Landgericht hat eine Anklage wegen Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen gegen einen 92-Jährigen zugelassen. Der Mann soll zwischen 1944 und 1945 als Wachmann im KZ Stutthof bei Danzig ein "Rädchen der Mordmaschinerie" der Nazis gewesen sein.

Der Prozess

Bereits im letzten Jahr soll der Angeklagte zugegeben haben, von Tötungen in dem Konzentrationslager gewusst zu haben. Zum damaligen Tatzeitpunkt war der Mann 17 bzw. 18 Jahre alt, weswegen der Prozess gegen den 92-jährigen ab 17. Oktober 2019 vor der Jugendstrafkammer stattfindet.

Die Anklage

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann in erster Linie Flucht, Revolte und Befreiung von Gefangenen unterbinden sollte. Damit habe er die "heimtückische und grausame Tötung insbesondere jüdischer Häftlinge unterstützt", so die Anklage.

Mehr als 100.000 Gefangene waren im KZ Stutthof interniert. 65.000 von ihnen, zumeist jüdische Gefangene, wurden ermordet.

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