Nazi-Relikt Rätsel gelöst: So gelangte das XXL-Hakenkreuz nach Hamburg

22.11.2017

Am vergangenen Freitag legte Baggerfahrer Henning auf dem Gelände des Hein-Klink-Stadions in Hamburg-Billstedt bei Bauarbeiten ein rieisiges Hakenkreuz frei.

Das Symbol aus Zeiten des Nationalsozialismus lag genau dort, wo die Fundamente für fünf neue Umkleidekabinen gegossen werden sollten.

Seitdem rätselten Finde wie Öffentlcihkeit darüber, wie das Nazi-Symbol dorthin kam und wer es warum gebaut hatte?

Nun will die BILD das Rätsel um das gigantische NS-Relikt gelöst haben.

Dem Boulevardblatt zufolge wurde nach der Weltwirtschaftskrise 1929 der Entschluss gefasst, an der Möllner Landstraße ein Sport-Stadion zu bauen.

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Die Arbeitsschlacht von Billstedt

Das Bauprojekt wurde als Notstandsmaßnahme ausgerufen, um es Arbeitslosen zu ermöglichen, sich ein paar Reichsmark dazu zu verdienen .

1933 kam bekanntermaßen Hitler an die Macht und die Nationalsozialisten setzen das Projekt im Rahmen des Reichsarbeitsdienst fort.

Insgesamt 1.256 Mann ackerten bei der sogenannten "Zweiten Arbeitsschlacht von Billstedt", wie die Nazis das Bauprojekt martialisch nannten.

Zur feierlichen Einweihung des Stadions wurde schließlich eine Erinnerungssäule gemauert. Und zwar auf einem vier mal vier Meter großes Hakenkreuz aus Feldsteinen.

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Presslufthammer vs. Hakenkreuz

Nach dem verlorenen zweiten Weltkrieg wurden die Ecken des Hakenkreuzes laut BILD abgebrochen.

Nun stand die Säule auf einem einfachen, unverfänglichen Kreuz, ehe Anfang der 70er Jahre das gesamte Denkmal abgerissen wurde. Es galt als unzeitgemäß.

Vergessen wurde aber das alte Fundament, das über 40 Jahre unversehrt im Boden schlummerte. Bis es jetzt wieder ans Tageslicht gelangte.

Das zuständige Denkmalschutzamt wird das Nazi-Symbol jetzt vermessen und fotografieren. Wie die Behörde mitteilte, wird dann der Presslufthammer zum Einsatz kommen.

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