wird geladen...
Ratgeber

Haarausfall stoppen: Diese Mittel aus der Apotheke helfen Männern!

Um Haarausfall zu stoppen, gibt es verschiedene in der Apotheke erhältliche Mittel, die einer Glatze vorbeugen. Welche Präparate eignen sich am besten und welche Wirkstoffe beinhalten sie? Hier erfährst du es.

Mann inspiziert seine Haare
Haarausfall stoppen iStock / diego_cervo

Es gibt drei Wirkstoffe, die in unterschiedlichen Präparaten vorzufinden sind und, so die Versprechen der Anbieter, den Haarausfall stoppen und dichteren Haarwuchs anregen: Minoxidil, Alfatradiol und Finasterid. Wobei es sich bei diesen Mittel handelt, wie sie angewendet werden und ob sie funktionieren, erfährst du im Folgenden.

Haarausfall stoppen: Diese Mittel aus der Apotheke helfen Männern

Minoxidil gegen Haarausfall

Bei erblich bedingtem (androgenetischem) Haarausfall kann der aus der Bluthochdrucktherapie bekannte Wirkstoff Minoxidil angewendet werden. Der genaue Wirkungsmechanismus ist nicht geklärt. Vermutlich führt die blutdrucksenkende Wirkung des Mittels zu einer verbesserten Durchblutung der Kopfhaut, sodass das Haarwachstum angeregt und die Anagenphase verlängert wird.

Die rezeptfreien Präparate gegen Haarausfall gibt es in flüssiger Form oder als Schaum. Der Minoxidil-Anteil bei für Männer bestimmten Mitteln liegt bei fünf Prozent. Der Schaum sollte dabei zweimal täglich (je ein Gramm) angewendet und auch die Lösung (je ein Milliliter) zweimal täglich auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Die Behandlung sollte auf trockenem Haar erfolgen und die Einwirkzeit etwa vier Stunden betragen. Erste signifikante Erfolge sind bei angeschlagener Behandlung nach acht Wochen auszumachen.

Bei einer Therapie mit dem Wirkstoff Minoxidil sollte der Mann sich des Shadding bewusst sein: Am Anfang der Therapie kann es zu einer Zunahme des Haarausfalls kommen, da die Telogenhaare schneller ausfallen und verstärkt Anagenhaare nachwachsen. Der Shadding-Effekt ist aber ein Zeichen dafür, dass die Therapie anschlägt.

Minoxidil kann von Männern zwischen 14 und 49 Jahren angewendet werden, die unter genetisch bedingtem Haarausfall leiden. Als Nebenwirkungen können Jucken und Entzünden der behandelten Stelle sowie Herz- und Kreislaufprobleme auftreten. Senkt sich beim Patienten zudem der Blutdruck, treten Brustschmerzen und Schwindelgefühle auf, dann sollte die Behandlung sofort abgebrochen und ein Arzt konsultiert werden.

Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Wirkstoff Alfatradiol

Der frei verkäufliche Wirkstoff Alfatradiol (auch 17-alpha-Estradiol genannt) ist ein chemisch hergestelltes Östrogen in leicht veränderter Form. Alfatradiol wirkt als 5-alpha-Reduktionshemmer. Die Hemmung dieses Enzyms verhindert die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT), dem Hauptverursacher von androgenetisch bedingtem Haarausfall.

Haarwasser mit diesem Wirkstoff hat einen hohen Alkoholanteil, was zur Rötung und zum Brennen der Kopfhaut führen kann. Bilden sich zusätzlich Bläschen auf der Haut, sollte die Anwendung abgebrochen und ein Arzt zurate gezogen werden.

Rezeptpflichtig: Mit Finasterid einer Glatze vorbeugen

Für Männer gibt es ein weiteres Mittel aus der Apotheke, das gegen Haarausfall helfen kann: Die tägliche Einnahme von Finasterid in der Wirkstärke von einem Milligramm. Für die Tabletten benötigt der Kunde aber ein ärztliches Rezept. Der Arzt stellt gegebenenfalls ein Privatrezept aus, da das Mittel zwar verschreibungspflichtig ist, aber weil es als Lifestyle-Arzneimittel gilt, nicht von der Krankenkasse bezahlt wird.

Der Wirkstoff Finasterid hemmt das Enzym 5-alpha-Reduktase, welches Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) umwandelt. Damit lässt sich der Haarausfall stoppen und das Haarwachstum oftmals anregen, sofern die Haarfollikel nicht bereits komplett degeneriert sind.

Dieser Wirkstoff, der übrigens in einer stärkeren Fünf-Milligramm-Dosierung zur Behandlung von Prostatahyperplasie zugelassen ist, wird wegen seiner starken Auswirkung auf den hormonellen Haushalt nur Männern verschrieben. Eine Einnahme durch schwangere Frauen könnte bei männlichen Föten zur Fehlbildung der Geschlechtsorgane führen.

Studien zeigen, dass Präparate mit dem Wirkstoff Finasterid bei bis zu 90 Prozent der Probanden den Haarausfall aufhalten und bei 65 Prozent sogar eine Verdickung des Haupthaars zu beobachten ist. Allerdings sind mögliche Nebenwirkungen nicht unerheblich: Es kann zu Depressionen, Sehstörungen und Libidoverlust sowie Impotenz kommen. Eine andere Studie von 2009 zeigt zudem, dass die tägliche Einnahme von fünf Milligramm Finasterid das Brustkrebsrisiko erhöht. Wobei eine solche Dosierung  bei Mitteln gegen Prostatahyperplasie verschrieben wird – Tabletten gegen Haarausfall sind lediglich mit einem Milligramm dosiert.

Mehr Wissenswertes über Haarausfall und andere spannende Themengebiete findest du auf unserer Ratgeber-Übersichtsseite.

var premium1Fallback = mobile_premium1Fallback = '
';var premium2Fallback = mobile_premium2Fallback = '
';var premium3Fallback = mobile_premium3Fallback = '
';
var basic1Fallback = mobile_basic1Fallback = '
';var basic2Fallback = mobile_basic2Fallback = '
';var basic3Fallback = mobile_basic3Fallback = '
';