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Safer Sex für alle

Grünen fordern diese Gratis-Artikel für alle Hartz-IV-Empfänger

Die Bundestagsfraktion der Grünen plant kostenlose Verhütungsmittel für Empfänger staatlicher Leistungen, wie zum Beispiel Hartz-IV-und BaföG-Bezieher.

Hintergrund ist die Tatsache, dass Frauen, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, aus Kostengründen weniger sichere Verhütungsmittel benutzen oder gleich ganz auf Verhütung verzichten.

Dies ging hervor aus einer Studie im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

"Damit haben Frauen, die staatliche Unterstützungsleistungen beziehen, ein höheres Risiko einer ungewollten Schwangerschaft", stellt die Grünen-Fraktion fest.

Fraktionsexpertin Maria Klein-Schmeink hält das für untragbar: "Empfängnisverhütung darf nicht vom Geldbeutel abhängen."

Eine Erstattung wolle man über die Krankenkassen organisieren und jenen die Kosten durch einen Steuerzuschuss ersetzen.

Es gehe aber nicht nur um die Pille. Auch Kondome sollten frei zugänglich gemacht werden. Geringverdiener sollen sich diese bei Beratungsstellen und Gesundheitsämtern kostenlos abholen können.

Die Grünen stehen mit dieser Forderung nicht alleine da. Auch anderen Parteien hatten kostenlose Verhütung in der Vergangenheit angeregt.

Seit Anfang 2017 läuft ein Modellversuch des Bundesministeriums für Familie in Kooperation mit "pro familia", das ungewollte Schwangerschaften verhindern soll.

Der Bund übernimmt dabei für geringverdienende Frauen die Verhütungskosten. Die Aktion läuft allerdings nur in ausgewählten Landkreisen.

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