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Corona: Gesangsverbot zu Weihnachten in Kirchen

Für viele Deutsche gehört der Kirchenbesuch zu Weihnachten dazu. Doch aufgrund von Corona und der verschärften Regeln zur Eindämmung des Virus müssen sich Gottesdienstbesucher dieses Jahr auf einige Änderung einstellen.

Kirchenbesuch in Zeiten von Corona
Kirchenbesuch in Zeiten von Corona Foto: imago images / MiS

Weihnachten gilt als größtes religiöses Fest in Deutschland. Deswegen sind insbesondere an Heiligabend die Kirchen landesweit sehr gut besucht. Das wird im Corona-Jahr 2020 unweigerlich anders sein.

Gottesdienste zu Weihnachten

Bund und Länder haben sich auf einen harten Lockdown ab dem 16. Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021 geeinigt. In den verabschiedeten Beschlüssen wird auch ein Regelwerk für Besuche von Gotteshäusern definiert.

Demnach sind Gottesdienste in Kirchen, Synagogen, Moscheen und Begegnungsstätten anderer Glaubensrichtungen nur erlaubt, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Zu jeder Zeit besteht bei Gottesdiensten Maskenpflicht. Gesang wird während der Messe untersagt.

Wichtig vor allem zu Weihnachten ist, dass es eine Anmeldepflicht geben soll, wenn eine hohe Besucherzahl bei einem Gottesdienst erwartet wird.

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Kirchen zeigen Verständnis

Die katholische Kirche begrüßt die Entscheidung der Politik, warnt aber gleichzeitig und mahnt zur Vorsicht und Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen. "Verantwortung und Augenmaß sind das Gebot der Stunde", so der Sprecher der Bischofskonferenz Matthias Kopp.

Die Evangelische Kirche in Deutschland begegnet der Situation mit "viel Kreativität und Improvisationsgeist". Zusätzlich zu den Gottesdiensten, die unter strengen Schutzkonzepten angeboten werden (und schon seit geraumer Zeit angeboten werden), wird es zu den Feiertagen auch verstärkt Online-Formate und Fernsehgottesdienste geben.

Weihnachten im kleinen Familienkreis

Die Kontaktbeschränkungen werden weiterhin streng begrenzt. So sind private Treffen auf fünf Personen aus zwei Haushalten zu beschränken. Zu Weihnachten allerdings (24. bis 26. Dezember) wird diese Regelung aufgelockert.

In dieser Zeit ist "ein Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen aus dem 'engsten Familienkreis' und deren Kinder bis 14 Jahren" erlaubt. Zum "engsten Familienkreis" zählen die Ehegatten und andere Lebensgefährten, direkte Verwandte und deren Haushaltsangehörigen.