Einfach und lecker Gin Martini: Gerührt, nicht geschüttelt!

01.11.2017
Gerührt, nicht geschüttelt!
© iStock/kieferpix

Der Gin Martini ist der Cocktailklassiker schlechthin. Eine Institution sozusagen. Wie du ihn richtig zubereitest und welche Tipps du unbedingt beachten musst.

Ein Gin Martini oder auch Dry Martini genannt, besticht durch Klar- und Einfachheit. Er ist auf der ganzen Welt bekannt. Er ist das Sinnbild für den klassischen Cocktail. Er braucht nicht viele Zutaten und doch kannst du so viel falsch machen – so wie James Bond, der seinen Gin Martini immer geschüttelt haben wollte. Was für ein Anfänger!

Zutaten:

6 cl Gin
1 cl Wermut
Eiswürfel
Zitronenschale oder grüne Olive

Zubehör:

Shaker oder Rührglas
Messbecher (Jigger)
Barsieb
Rührlöffel
Martiniglas

Zubereitung:

  • Eiswürfel in das Martiniglas geben und beiseitestellen
  • Eiswürfel in den Shaker oder das Rührglas geben
  • Gin und Wermut auf das Eis gießen und etwa 30 Sekunden mit dem Rührlöffel von unten nach oben rühren
  • Eiswürfel aus dem Martiniglas entsorgen
  • Den Cocktail durch ein Sieb in das Glas gießen – also ohne Eis
  • Optional: Olive auf einen Zahnstocher spießen und in das Glas legen
  • Optional: ein längliches Stück Zitronenschale über dem Glas anquetschen und ins Glas gleiten lassen
 

Welchen Gin für den perfekten Dry Martin Cocktail?

Der Gin Martini hat in seiner langen Geschichte schon viele Rezepte gesehen. Mal wurde er mit Old Tom Gin, einem gesüßten Gin, mal mit rotem, etwas süßeren Wermut gemixt. Noch heute sind sich viele Experten uneins über die korrekten Zutaten und ihr Mischungsverhältnis.

Für den perfekten Dry Martini Cocktail, wie wir ihn hier vorstellen, gilt: Die beiden Spirituosen müssen trocken und von hoher Qualität sein – schließlich gibt es keine weitere Zutat, die eine schlechte Grundlage kaschieren kann. Als Basis brauchst du also einen guten London Dry Gin, zum Beispiel Bombay Sapphire. Zwei Top-Produkte kommen sogar aus Deutschland: Windspiel Premium aus der Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz oder der Monkey 47 aus dem Schwarzwald.

Auch der Wermut muss trocken sein und vor allem weiß. Die roten Sorten sind nämlich süßer und würden den Cocktail verfärben. Noilly Prat ist für viele Mixologen die erste Wahl. Ein Martini Extra Dry funktioniert auch prima.

 

Gin Martini: Warum gerührt und nicht geschüttelt?

Cocktails müssen knackig-kalt sein. Punkt. Alles andere ist Mist. Deshalb gibt es Shaker, die beim Schütteln mit viel Eis die Zutaten nicht nur miteinander verbinden, sondern auch sehr schnell runterkühlen, ohne den Drink zu verwässern. Nachteil: Beim heftigen Shaken brechen winzige Eissplitter ab und machen den Cocktail anfangs trüb. Bei glasklaren Cocktails wie dem Gin Martini ein No-Go. Deshalb musst du diesen Drink schnell aber behutsam rühren.

Wichtig: Auch das Glas muss kalt sein. Andernfalls würde der kleine Gin Martini schon wieder viel zu warm sein, bevor du auch nur einmal dran genippt hast. Deshalb kühlen Profis das Martiniglas mit Eiswürfeln. Alternativ kannst du das Glas auch ins Eisfach stellen.

 

Olive oder Zitronenschale im Gin Martini?

Das ist Geschmacksache! Im Grunde brauchst du beides nicht. Einige Barkeeper würden einen Gin Martini nie mit einer Olive „verhunzen“ und parfümieren den Cocktailklassiker vorzugsweise mit einem Spritzer ätherischem Zitronenöl, indem die sogenannte Zitronenzeste über dem Glas vorher zerquetscht und dann erst ins Glas gegeben wird. Fakt ist: Beide Garnituren harmonieren ausgezeichnet mit dem herb-trockenen Gin Martini.

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