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Geschlechtsneutral: Lufthansa streicht Begrüßung "Damen und Herren"

Die Begrüßung "Sehr geehrte Damen und Herren" hat es in sich heutzutage. Die Lufthansa baut deswegen lieber vor.

Ein A380 der Lufthansa hebt ab
Gigantischer Lufthansa-A380 hebt ab, ganz ohne Damen und Herren Foto: iStock / Andreas Haas

Es gibt keine Damen und Herren mehr

Wir haben uns an diese Begrüßungsformel gewöhnt, sie ist in unsere Sprach-DNA übergegangen: "Sehr geehrte Damen und Herren". Man ist es gewohnt, derart angesprochen zu werden, wenn man Teil eines Publikums ist.

Dass derjenige, der diese Formel ausspricht, sich nachher genau dafür entschuldigen muss, ist eigentlich ungewöhnlich, nimmt aber in letzter Zeit tatsächlich zu. Das musste auch die Bahn erfahren, nachdem ein Schaffner damit die Anwesenden im Zug begrüßt hatte.

Geschlechtsneutrales Flugerlebnis

"Geschlechtsneutrale Formulierungen" heißt das Zauberwort. Wenn es in der Begrüßung weder um feminine noch maskuline Wesen geht, sind auch all diejenigen inkludiert, die sich weder dem einen noch dem Geschlecht zugehörig fühlen. Oder beiden. Gleichzeitig.

Wie vermeldet wird, gilt die neue Regelung auch für andere Airlines des Konzerns, das heißt, auch bei Eurowings wird die neue Begrüßungsformel angewandt. Neben "Sehr geehrte Damen und Herren" muss übrigens das englische "Ladies and Gentlemen" dran glauben.

Das sind die Substituts-Anreden

Ein Lufthansa-Sprecher erklärt, warum dies nun passiert: "Uns ist es wichtig, dass wir in unserer Ansprache alle berücksichtigen".

Ersetzt werden die klassischen Anreden durch politisch korrekte, wie beispielsweise "Guten Tag", "Guten Abend" oder auch "Herzlich willkommen an Bord".