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News-Update

Gerichtsurteil: Frau darf Schwiegersohn auf Whatsapp beleidigen

So sind die Menschen: Gelästert wird immer über den, der gerade nicht im Raum ist. Kein schöner Zug, aber offensichtlich tief in unserer DNA verankert. Im Zeitalter der Smartphone-Messenger geht das auch digital.

WhatsApp: Neue Funktion findet Fotos und Videos schneller
Familiendiskussion via Whatsapp, Lästereien inklusive iStock / bombuscreative

Aber was, wenn jemand auf Whatsapp beleidigt, möglicherweise gar verleumdet wird, das herausfindet und dann gerichtlich dagegen vorgehen will?

Beleidigungen per Whatsapp im Familienkreis erlaubt

In einem aktuellen Fall hatte die Schwiegermutter eines Mannes Videoaufnahmen von dessen Erziehungsmethoden ihres Enkels gegenüber gemacht und per Whatsapp an die Mutter des Kleinen geschickt, garniert mit deutlichen Worten.

Der Ehemann wollte sich das nicht bieten lassen und klagte vor Gericht auf Unterlassung. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main hatte zu entscheiden, ob der Mann ein Anrecht darauf hat, die Weiterverbreitung der Aussagen zu unterbinden.

Das OLG entschied nun, dass die Klage abgewiesen wird. Begründung: Gespräche innerhalb der Familie sind besonders geschützt. In diesem besonderen Raum könne sich jeder ohne gerichtliche Konsequenzen mit den engsten Verwandten aussprechen.

Anders ausgedrückt: Der engste Familienkreis geht dem Ehrenschutz vor, wie das Rechtsportal "juris" das nun ergangene Urteil interpretiert. Die Schwiegermutter habe dementsprechend das Recht, ihre Aussagen über ein Familienmitglied kundzutun, auch auf der digitalen Ebene eines Messengers.

Das Aktenzeichen zum vorliegenden Urteil lautet: 16 W 54/18.

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