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Gender-Sprech: "Vater" und "Mutter" sollen abgeschafft werden

Wenn Begriffe und Wörter ersetzt werden sollen, die seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden in Benutzung sind, kann es teilweise durchaus kurios werden!

Mutter, Vater, Kind
Mutter, Vater, Kind: Haben zwei dieser drei Begriffe bald ausgedient? Foto: iStock / Choreograph

Auf der Suche nach Gender-Neutralität müssen natürlich Unmengen von neuen Begriffen her, so auch für "Mutter" und "Vater". Geschlechtsneutrale Begriffe fallen aber nicht vom Himmel, sondern müssen manchmal hart erkämpft werden und klingen dann oft genug geradezu absurd.

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Für besagte obenstehende Begriffe schlagen, wie der Stern berichtet, australische Sprachwissenschaftler der Australian National University (ANU) folgenden Ersatz vor: "austragendes Elternteil“ beziehungsweise "nicht-gebärendes Elternteil". Bitte nicht fragen, was jetzt für "Mutter" und was für "Vater" steht, so eindeutig ist das Konstrukt immerhin noch.

Keine Mutter, keine Muttermilch mehr

Aber es ist durchaus unelegant und damit sperrig, was natürlich die Frage aufwirft, ob das Gendern diese extreme Spitze erreichen muss. Das Problem des Wegfalls der Begriffe "Mutter" und "Vater" liegt auf der Hand. Beispielsweise muss dann auch die "Muttermilch" entfallen. Die Australier schlagen dafür "Elternmilch" vor, was zumindest kurz das Bild eines stillenden Vaters vors geistige Auge ruft.

Lehrende an besagter Universität sollen übrigens darauf achten, sich in jenem Neusprech zu üben, notfalls sofort zu verbessern, sollte ihnen nicht-gegenderte Sprache entfleuchen. Dies passiert allerdings nur auf freiwlliger Basis, so wie auch das verfasste Sprachkompendium nur eine Empfehlung ist, wie ein Universitätssprecher mitteilte.

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