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Galapagos: Riesige Flotte von 260 chinesischen Schiffen durchkämmt Ozean

Hunderte von chinesischen Hochseefischern bewegen sich am Rand des größten Meeresschutzgebietes der Welt.

Haufen toter Haie
Tausende von toten Haien wurden auf chinesischen Fischerbooten entdeckt Foto: Sea Shepherd / Jake Parker

Geschützte Gewässer

99 Prozent der Gewässer rund um die Galapagosinseln sind Meeresschutzgebiet und Heimat des vom Aussterben bedrohten Hammerhais. Bedroht wird das Gebiet aktuell von etwa 260 chinesischen Fischerei-, Versorgungs- und Frachtschiffen, die sich direkt am Rand der geschützten Gewässer bewegen.

Die ecuadorianische Marine ist alarmiert und hat bereits eigene Boote zur Kontrolle auf den Weg gebracht.

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Mehrere Missachtungen

Noch hat sich die Flotte keiner illegalen Aktivitäten schuldig gemacht, doch in der Vergangenheit kam es immer wieder zu Missachtungen des Meeresschutzgebietes. 2017 beispielsweise wurde ein chinesisches Fangboot mit 6.600 seltenen Haien vor dem Galapagos-Nationalpark beschlagnahmt, heißt es in einem Bericht von 20 Minuten.

Aber auch dort, wo sich die rund 260 Schiffe aufhalten – zwischen dem Archipel und dem ecuadorianischen Festland –, tummeln sich viele Meeresbewohner, die geschützt werden sollen. "Als wir 1998 dieses Schutzgebiet schufen, kannten wir noch nicht das gesamte Ausmaß der Bewegung der Tiere, die wir zu schützen versuchen", sagt Meeresforscher Alex Hearn vom Wissenschaftsnetzwerk Migramar gegenüber der BBC dazu.

Problematische Fangmethoden

Ein großes Problem sind auch die Fangmethoden der Hochseefischer, die vor allem die sogenannte Langleinenfischerei betreiben. Dabei gibt es eine Hauptleine aus Kunststoff, an die etliche Nebenleinen mit Köderhaken ausgelegt werden. So eine Langleine kann bis zu 100 Kilometer erreichen und an die 20.000 Köderhaken aufweisen.

Ob die Schiffe, die jetzt vor den geschützten Gewässern gesichtete wurden, ebenfalls so vorgehen, ist unklar. Die ecuadorianische Marine behält die Flotte im Auge.