Schönheitswahn Fulvia Pellegrino: 70.000 Euro für diesen "perfekten Look"

20.11.2017
Fulvia Pellegrino: Vorher - Nachher
© BarcroftTV/YouTube

Schönheit ist bekanntlich Ansichtssache. So könnte man auch von der Italienerin Fulvia Pellegrino behaupten, dass sie ihr eigenes Ideal verfolgt – auch wenn die zahlreichen Schönheits-OPs sie eher zu einer Karikatur ihrer selbst verkommen ließen. Dabei versteckt sich hinter dem Wahn eine tragische Geschichte .

Fulvia kam als Mann zur Welt und hieß eigentlich Fulvio. Er wuchs mit zwei Brüdern auf und wurde von seinem strengen Vater konservativ religiös erzogen. Dabei spürte er schon seit seiner Jugend, dass er anders war. Er konnte seinem Drang aber unmöglich nachgehen.

Er hatte Angst. Er tat alles, um ein "echter" Mann zu sein, um keinen Verdacht zu erregen. Er ging auf die Jagd, betrank sich und tat alle möglichen "Männersachen". Mit 24 Jahren traf er die Ärztin Marisa und heiratete sie.

Dabei lebte er ein Doppelleben. Wenn möglich verkleidete und schminkte er sich, besuchte nachts Schwulenclubs. 16 Jahre lang lebte Fulvio so und belog seine Frau, die nichts vom Doppelleben ihres Mannes ahnte.

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Dann gestand Fulvio Marisa, dass er eine Geschlechtsumwandlung will. Seine Frau war schockiert. Doch mithilfe eines Psychologen brachte sie die Kraft auf, ihrem Mann zu verzeihen. Sie blieb bei ihm und unterstützte ihn nach allen Kräften.

Um seinen Traum von einer Geschlechtsumwandlung zu verwirklichen, verkaufte Fulvio seine Autos und sogar sein Haus. Auch seine Familie und Freunde verlor er – sein Vater wollte ihn sogar in eine Psychiatrie einweisen, als er von den Plänen seines Sohnes erfuhr.

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All das hielt Fulvio nicht auf. Heute hat er bereits vier Brustvergrößerungen, zwei Fettabsaugungen, Nasenkorrekturen und unglaubliche 150 Injektionen in Lippen und Wangen hinter sich. Heute ist Fulvio 56 Jahre alt. Heute ist sie Fulvia.

Fulvias Schönheitswahn hat sie rund 70.000 Euro gekostet. Dabei ist sie noch nicht am Ende ihrer Reise: "Ich will noch mehr Operationen, weil ich nicht perfekt bin. Erst dann höre ich vielleicht auf."

Marisa hält weiterhin zu Fulvia. Sie unterhält beide mit ihrem Einkommen, da Fulvia finanziell keine Rücklagen mehr hat. Auch sozial hat sie sich ins Aus katapultiert – in ihrem Heimatort gilt sie als Ausgestoßene, über die allerlei Geschichten erfunden werden.

Und all diese Abneigung und Opfer nur, weil Fulvia nicht der Mensch sein durfte, der sie sein wollte.

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