wird geladen...
Schulsport-Update

Forscher fordern: Völkerball muss an Schulen verboten werden

Steht der Sportunterricht vor einer Reform? Kanadische Forscher stellen nämlich die Gefahren des beliebten Spiels Völkerball in den Fokus und fordern in ihrer Studie gar, diesen an Schulen zu verbieten.

Völkerball
Völkerball steht in der Kritik iStock / monkeybusinessimages

Völkerball im Sportunterricht

Völkerball gehört seit Jahrzehnten zum deutschen Sportunterricht: Jeder von uns hat seine Erinnerungen an den Sport, ob positiver oder negativer Natur.

Doch dieser scheinbar unschuldige Ballsport könnte aus dem Schulplan verschwinden, so fordern es zumindest kanadische Forscher, die sich die Nachwirkungen des Völkerballs genauer angesehen haben. Dabei kritisieren sie nicht die möglichen körperlichen Verletzungen, die durch das schnelle Ausweichen, Stürzen oder Getroffen-Werden durch den Ball entstehen.

Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Völkerball sei "entmenschlichend"

Vielmehr ist den Forschern im Rahmen ihrer Studie aufgefallen, dass Völkerball psychische Schäden verursache. Das Spiel sei ein "Mittel der Unterdrückung", das die Kinder lehre, ihre Mitschüler zu "entmenschlichen" und ihnen zu "schaden".

Die befragten Schüler zwischen zwölf und 15 Jahren, die im Rahmen der Studie allgemein zum Sportunterricht befragt wurden, äußerten sich insbesondere zum Völkerball kritisch. Vor allem missfiel ihnen die in Nordamerika verschärfte Spielvariante, bei der mit mehreren Bällen gleichzeitig gespielt wird.

"Legalisiertes Mobbing"

Joy Butler, Professorin an der University of British Columbia in Vancouver und eine der Autorinnen der Studie, erklärte der Washington Post, dass das Spiel die Botschaft vermittle, es sei okay, andere zu verletzen, wenn man dadurch gewinne.

Viele Lehrer würden Völkerball als einen spielerischen Weg sehen, die Kinder auf die "echte Welt" vorzubereiten. Doch gerade den stärkeren Kindern würde der Sport dazu dienen, ihre Klassenkameraden zu demütigen, was das genaue Gegenteil hinter der Idee eines Mannschaftssports sei. Butler spricht gar von "legalisiertem Mobbing" unter Schülern.

var premium1Fallback = mobile_premium1Fallback = '
';var premium2Fallback = mobile_premium2Fallback = '
';var premium3Fallback = mobile_premium3Fallback = '
';
var basic1Fallback = mobile_basic1Fallback = '
';var basic2Fallback = mobile_basic2Fallback = '
';var basic3Fallback = mobile_basic3Fallback = '
';