wird geladen...
News-Update

Forscher entdecken Planeten, auf dem es flüssiges Metall regnet

Der Kosmos ist voller erstaunlicher Dinge und wir haben noch nicht einmal ansatzweise begonnen, ihn zu verstehen.

Exoplanet Wasp-76b
Exoplanet Wasp-76b (künstlerische Darstellung) Foto: NASA

Wer hat’s entdeckt? Die Schweizer

Schweizer Forscher haben einen weiteren Exoplaneten entdeckt. Er ist etwa 640 Lichtjahre von uns entfernt und weist nicht gerade die einladendsten Merkmale auf.

Im Wissenschaftsjournal "Nature" haben sie ihre Entdeckung ausführlich beschrieben, und die Eigenschaften dieses Planeten sind wirklich erstaunlich, eindrucksvoll und erschreckend zugleich.

Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Let there be Metal

Der Wasp-76b getaufte Expolanet ist nach irdischen Maßstäben eine absolute Hölle. Temperaturen von etwa 2.400 Grad Celsius am Tag sorgen dafür, dass es flüssiges Metall regnet.

Dazu fegen Stürme mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16.000 km/h durch seine Atmosphäre. Genau das richtige Wetter für eine kleine Kaffeefahrt.

Wasp-76b ist etwa doppelt so groß wie Jupiter und seine Umlaufbahn so nah an seinem Stern, dass er für eine Umrundung gerade einmal 43 Stunden benötigt.

Spitzentechnik

Die Forscher haben die Entdeckung des riesigen Gasplaneten mithilfe des Espresso-Instruments am "Very Large Telescope" des European Southern Observatory in Chile gemacht.

Sie konnten Spuren von Eisen-Dunst in der Atmosphäre feststellen, die sich mit Einbruch der Nacht verflüchtigte, was sie zu der Überzeugung brachte, es regne aufgrund der hohen Temperaturen tatsächlich flüssiges Metall.

Der Leiter des Forschungsprojekts, Dr. Ehrenreich, ist fasziniert:

„Was wir vermuten, ist, dass das Eisen auf der Nachtseite kondensiert, die zwar mit 1.400°C immer noch heiß ist, aber kalt genug, dass das Eisen als Wolken, als Regen, möglicherweise als Tröpfchen kondensieren kann. Diese könnten dann in die tieferen Schichten der Atmosphäre fallen, zu denen wir mit unserem Instrument keinen Zugang haben.“
Dr. Ehrenreich

Fazit

Modernste Technik macht erstaunliche Entdeckungen möglich. Wasp-76b ist so eine. Dennoch wird wohl niemand so schnell zu einer Stippvisite dorthin aufbrechen wollen. Bei der berechneten Entfernung ist das natürlich auch gar nicht möglich.

Dennoch klingt diese Entdeckung wie die Landschaftsbeschreibung eines begabten Science-Fiction-Autors. Spock würde sagen: "Faszinierend!"