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Karriere-Update

Experte verrät: 5 Tipps, wie du im Vorstellungsgespräch beeindruckst

Der Arbeitsmarkt ist voller Mitbewerber, da hilft es, wenn man auf ein Vorstellungsgespräch bestmöglich vorbereitet ist. Diese Tipps vom Experten sind Gold wert.

Souverän im Vorstellungsgespräch
Souverän im Vorstellungsgespräch dank Expertentipps. istock / Andrey Popov

Jenseits leerer Phrasen

Betrachten wir das klassische Vorstellungsgespräch mal aus einem anderen Blickwinkel:

Stell Dir vor, du bist Verkäufer und willst deinen potenziellen Kunden von der Qualität und der Einzigartigkeit deines Produktes überzeugen. Was würdest du tun, um dein Produkt so offensiv wie möglich zu bewerben?

Natürlich würdest du deinem Gegenüber erklären, warum es so wichtig ist, dass er dieses Produkt kauft und welche Vorteile es für Ihn bringt.

Lass uns diesen Gedanken einfach mal auf ein Vorstellungsgespräch übertragen. Was interessiert deinen potenziellen Arbeitgeber: Wenn er sich für dich entscheidet und dich einstellt, welche Vorteile, welcher Nutzen bringt es ihm?

Im Rahmen der Vorbereitung kannst Du dir folgende 5 Fragen stellen:

Was sind deine Stärken?

Klar, diese Frage kommt sowieso in jedem Vorstellungsgespräch. Jetzt nur mit Schlagworten wie Teamfähigkeit, Erfolgsorientierung etc. zu antworten, verschafft zwar erst einmal Luft.

Noch besser ist es jedoch, wenn du dein Gegenüber damit beeindruckst, dass du zu deiner Stärke auch ausführst, warum es deine Stärke ist.

Ein Beispiel: "Was ist Ihre größte Stärke" - "Ich bin sehr belastbar

Nun hast du den Ball in der Hand und wir spielen ihn weiter:

"Jetzt werden Sie sich vielleicht fragen, woran ich meine hohe Belastbarkeit festmache…?"

Mit dieser rhetorischen Frage, die Du ja im Nachgang auch beantworten wirst, erzielst Du definitiv die Aufmerksamkeit deines Gesprächspartners:

Woran machst du deine Stärken fest?

"Bei meinem bisherigen Arbeitgeber war es eine große Herausforderung, in der Hektik der Kundentelefonate den Überblick zu bewahren und dabei Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Dabei habe ich festgestellt, dass je höher die Arbeitsmenge war, ich diese Entscheidungen desto schneller treffen konnte."

Nun wird dein Gegenüber dir sicherlich aufmerksam zu hören, denn du hast nicht nur eine Stärke benannt, sondern beschreibst den Begriff "Belastbarkeit", wie du ihn für dich siehst und was Belastbarkeit in deiner Tätigkeit für dich bedeutet.

Da es in einem Bewerbungsgespräch aus Sicht des künftigen Arbeitsgebers darum geht, ein realistisches Bild des neuen Mitarbeiters zu erhalten, hilfst du deinem Gesprächspartner, dich für deine künftigen Aufgaben realistisch einzuschätzen.

Wenn Du dich selbst schwertust, deine Stärken zu erkennen, dann frag doch einfach mal deinen Lieblingskollegen, wo er deine Stärken sieht und warum es aus seiner Sicht deine Stärken sind?

Welche Erfolge hast du erreicht?

Wenn du jetzt deinen Gesprächspartner noch weiter verblüffen willst, dann gib ihm, ohne dass er dich fragt, noch eine Antwort auf die Frage "Welche Erfolge habe ich mit meiner Vorgehensweise erreicht?"

Jeder neue Arbeitgeber kennt die Situation in dem Team, in dem er dich einsetzen will. Natürlich weiß er auch, wie dort die Menschen zusammenarbeiten, wo die Stärken und Schwächen des Teams liegen.

Manchmal kannst du es auch aus der Stellenbeschreibung erkennen, häufiger ist es nur als Wunschvorstellung im Kopf deines künftigen Arbeitsgebers vorhanden.

Erinnere dich an unseren Einstieg: Was ist der Nutzen eines Produktes, also in unserem Fall: Welche Erfolge wirst du mit deiner Arbeit im Team erzielen?

An unserem fiktiven Beispiel könntest du nun darstellen, dass du durch deine Belastbarkeit und dein Organisationstalent für dein Team der ruhende Pol bist, der die Arbeitsorganisation der dort anfallenden Aufgaben übernimmt.

Damit stellst du einen Bezug zu deinem künftigen Arbeitsalltag her und gibst deinem Gesprächspartner die Chance, zu vergleichen, ob du ins neue Team passt.

Damit strahlst du Selbstbewusstsein aus und das ist in Ordnung.

Bereite zu deinen Stärken entsprechende Antworten vor! Verliere dich nicht in Selbstzweifeln und zeige deinen Wert!

Was kann dein künftiger Arbeitgeber von dir erwarten?

Hier kannst du eine Liste vorab erstellen, was dein Arbeitgeber von Dir erwarten kann. Seine Erwartungen findest du natürlich in der Stellenanzeige, aber auch auf seiner Website. Schaue einmal, ob dort etwas zu den Führungsleitsätzen des Unternehmens steht.

Hier kannst du Punkte anbringen, wie…

  • Von mir können Sie erwarten, dass ich eigenständig arbeite
  • Von mir können Sie erwarten, dass ich Lösungen finde
  • Von mir können Sie erwarten, dass ich mich schnell ins Team integriere

Häufig sind dies Punkte, die wir als so selbstverständlich empfinden, dass wir sie gar nicht ansprechen. Vielleicht wird auch hier dein Gesprächspartner etwas erstaunt schauen, doch dann positiv vermerken, dass du dich einbringen willst.

Was wünschst du dir von deinem neuen Arbeitgeber?

Wenn du sagst, was du den Unternehmen bringen wirst, dann ist es auch legitim, in dem Gespräch deine Wünsche an die Zusammenarbeit zu benennen.

Auch hierzu einige Beispiele:

  • Ich wünsche mir, nach der Einarbeitung eigenständige Entscheidungen fällen zu können
  • Ich wünsche mir, dass ich die Lösungen, die ich vorschlage, auch in der Praxis erfolgreich umsetzen kann
  • Ich wünsche mir, dass ich beim Einstieg einen festen Ansprechpartner habe, der mich bei der Integrierung ins Team unterstützt

Vielleicht hast Du gemerkt, dass diese Punkte sich auf die Unterstützung beziehen, die du brauchst, um deine Leistung, die du unter Punkt 4 benannt hast, erfolgreich umzusetzen.

Hier gilt es, dass die Punkte jeweils untereinander schlüssig sind und sich die Waage halten. Spätestens an dieser Stelle wird es für dich auch sehr interessant sein zu sehen, wie dein Gesprächspartner reagiert.

Ist es ein Arbeitgeber, der wirklich seine Mitarbeiter fördern und entwickeln will, wird das Gespräch jetzt eher positiv verlaufen, denn du wirst mit deiner Argumentationskette beeindrucken.

Wird das Gespräch eher "wachsweich", dann prüfe für dich, ob du dort wirklich glücklich werden wirst. Vertraue dabei auf dein Bauchgefühl.

Wenn es einem künftigen Arbeitgeber an dieser Stelle schon schwerfällt, eigenständiges Engagement des Mitarbeiters für das Unternehmen zu akzeptieren, du aber diese Erwartungen hast, dann wirst du dich vermutlich dort auch nicht wohlfühlen.

Bitte nimm die genannten Beispiele als Idee, wie die 5 Punkte in der Vorbereitung umzusetzen sind. Übertrage im Rahmen deiner Vorbereitung diese Ideen auf dich und deine Stärken sowie deine Erwartungen.

Zum Schluss noch eine entscheidende Botschaft: Bleibe im Vorstellungsgespräch immer authentisch, deine Gesprächspartner (wie alle Menschen) haben ein gutes, unterbewusstes Gefühl, ob deine Story passt oder nicht!

In diesem Sinne – viel Erfolg beim Vorstellungsgespräch!

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