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Experte: Corona-Krise wird jeden Deutschen 3.500 Euro kosten

Nicht nur gesundheitlich bedroht uns die Corona-Pandemie. Auch die Wirtschaft liegt gerade am Boden und das wird teuer. Wie teuer genau, hat jetzt ein Experte berechnet.

Gabriel Felbermayr
Finanzexperte Gabriel Felbermayr Getty Images / Tristar Media

Experte errechnet, was jeder zahlen muss

Nachdem der Lockdown tatsächlich umgesetzt wurde und die ersten Geschäfte innerhalb kürzester Zeit von Insolvenz sprachen, dämmerte es wohl schon allen Deutschen, dass diese Krise teuer wird.

Jetzt hat ein Finanzexperte das erste Mal durchkalkuliert, was Corona jeden Deutschen ganz konkret kosten könnte. Die Zahlen sind nicht ohne.

Wer zahlt die Rettungsschirme?

Manch einem Unbedarften mag es noch nicht aufgegangen sein, aber die gigantischen Rettungsschirme, die aus den Milliarden mittlerweile in die Billionen gehen, zaubert sich der Staat nicht aus dem luftleeren Raum. Natürlich sind das Steuergelder und Neuschulden, deren Zinsen dann auch mit Steuergeldern beglichen werden.

Deswegen dürfte den meisten in Deutschland schon bewusst sein, dass die Corona-Krise ziemlich dick auf den Geldbeutel durchschlagen wird, selbst wenn man persönlich nicht von Insolvenz oder Kurzarbeit bedroht ist. Die Frage ist nur: Wie teuer wird's genau?

Schlimmer als die Bankenkrise

Das ist die Sache von Experten. Und auch, wenn momentan noch zu viele Parameter und schwer abschätzbare Unwägbarkeiten in der Gleichung präsent sind, wagt sich der erste Zahlen-Jongleur aus der Deckung und hat schon mal mit spitzer Feder durchgerechnet, was da in etwa auf jeden einzelnen Bundesbürger an Geldverlust zukommen könnte.

Prof. Gabriel Felbermayr vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) beginnt seine Rechnung gleich mit einer knallharten Aussage:

„Es wird die heftigste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg sein, das müssen wir heute sehen.“
Gabriel Felbermayr

Das kommt auf jeden von uns zu

Im Mittelpunkt steht das Schrumpfen der deutschen Wirtschaftsleistung für das laufende Jahr 2020. Während die Bundesregierung von 6,3 Prozent ausgeht, fällt die Prognose des IfW Kiel düsterer aus. Demnach ist sogar mit einem Rückgang von bis zu 9 Prozent zu rechnen.

Welche Formel Felbermayr angewandt hat, sagt er uns nicht, aber für beide Szenarien hat er eine konkrete Summe für jeden von uns errechnet, also den Betrag, um den wir nach 2020 ärmer sein werden. Ergebnis: 6,3 Prozent Rückgang würden uns 2.600 Euro kosten, 9 Prozent sogar bis zu 3.500 Euro.

Noch dicker kommt's für die Steuerzahler

Und es kommt sogar noch dicker. Denn in obigem Rechenbeispiel sind – wie Felbermayr zugibt – alle Deutschen, also auch Babys, Schüler, Studenten und Rentner eingerechnet.

Da diese aber gar nicht arbeiten, also auch nichts zum Bruttosozialprodukt beitragen, erhöht sich die Last für die real arbeitende Bevölkerung noch einmal.

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