Unglaublich

Kürzlich noch im Amt: Ex-Staatsminister fährt jetzt Essen in Leipzig aus

Sayed Ahmad Shah Sadaat war als afghanischer Kommunikationsminister bis vor Kurzem noch im Amt - nun arbeitet er als Lieferando-Fahrer in Leipzig.

Lieferando-Fahrer
Ein ehemaliger Staatsminister fährt nun Essen in Leipzig aus (Themenbild) Foto: IMAGO / Michael Gstettenbauer

Sayed Ahmad Shah Sadaat kümmerte sich als afghanischer Kommunikationsminister für den Ausbau des örtlichen Handynetzes für die Landbevölkerung. Im Jahr 2020 trat er jedoch aus der Regierung des mittlerweile vor den Taliban geflohenen Präsidenten Ghani zurück und ging anschließend nach Leipzig.

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Doch anstatt auch hierzulande eine Beschäftigung mit hoher persönlicher Verantwortlichkeit zu übernehmen, arbeitet Sayed Ahmad Shah Sadaat aktuell als Lieferando-Fahrer und versorgt die Einwohner der sächsischen Metropole mit ihren Essenswünschen.

Gegenüber der Leipziger Volkszeitung sagt er: "Ich führe jetzt ein einfaches Leben”.

Sadaat soll nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr zum Rücktritt gezwungen worden sein. Demnach hätten afghanische Regierungsmitglieder wegen des Vormarschs der Taliban eine Exit-Strategie vorbereitet und wollten dafür Geld von Ministerien abzweigen – auch vom Budget des Kommunikationsministers.

Sadaat weigerte sich - und wurde zum Rücktritt gedrängt.

Im Dezember 2020 ist er nach eigenen Angaben per Flugzeug nach Leipzig geflohen. Seine Angaben konnten übrigens nicht bis ins Letzte verifiziert werden.

Nachdem seine Ersparnisse aufgebraucht waren, begann er für Lieferando zu arbeiten. Das meiste Geld wolle er sparen, um Deutschkurse zu belegen und sich weiterzubilden. Irgendwann, so zumindest sein Traum, will er dann für die Telekom arbeiten.

Sadaat sagt über sein neues Leben: "Ich fühle mich sicher in Deutschland. Die Polizei sei nicht korrupt, die Politik auch nicht."

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