Wegen zu großem Ansturm Keine Hilfe für Ausländer: Darum bedient die Essener Tafel jetzt nur noch Deutsche

Redaktion Männersache 22.02.2018
Keine Lebensmittel für Ausländer - Essener Tafel bedient nur noch Deutsche
© istock / wjarek

Essen nur noch für Deutsche. Mit diesem Credo sorgt die sogenannte Tafel zurzeit für Schlagzeilen. 

Die Tafel in Essen gibt Lebensmittel und Mahlzeiten künftig nur an deutsche Bedürftige ab.

Nach einem Bericht der WAZ habe der karitative Verein diesen radikalen Schritt beschlossen, weil der Anteil von Nicht-Deutschen, die von der Tafel mit Essen versorgt werden, mittlerweile bei 75 Prozent liege.

Seit Mitte Januar können sich nun nur noch Menschen mit einem deutschen Pass bei der Essener Tafel als Neukunden anmelden.

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Deutsche Bedürftige in der Unterzahl

Der Grund für diesen durchaus radikalen Schritt sei ein schleichender Verdrängungsprozess geschuldet. Vor allem deutsche und ältere Tafel-Nutzerinnen sowie alleinerziehende Mütter seien dem zum Opfer gefallen. 

So sei der Anteil der nicht-deutschen Nutzer seit 2015 von 35 auf 75 Prozent gestiegen, schreibt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung.

 

Ein radikaler Schritt, aber nicht dauerhaft

"Wir wollen, dass auch die deutsche Oma weiter zu uns kommt.", zitiert die WAZ Jörg Sartor, Vorsitzender der Essener Tafel. Allerdings sei diese Maßnahme nicht dauerhaft geplant.

Sobald die "Waage wieder ausgeglichen ist", sollen auch Bedürftige mit einem ausländischen Pass wieder bedient werden.

Der gemeinnützige Verein "Die Tafel" sammelt in Standorten bundesweit überschüssige, qualitativ einwandfreie Lebensmittel und verteilt diese an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte. Jeder, der Hartz IV, Wohngeld oder Grundsicherung erhält, wird als Tafel-Kunde aufgenommen – sofern ein Platz frei ist. In Essen versorgt die Tafel 6.000 Menschen.

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