Dr. Gang-Bang? Dieser Mann hat einen Doktor in Gruppensex

02.11.2017

In der Wissenschaft ist alles erlaubt. Genauso in der Liebe. Das dachte sich auch ein Soziologe, zählte eins und eins zusammen und schrieb eine Doktorarbeit über Dreier. Warum auch nicht.

Ryan Scoats ist Soziologe an der Birmingham City University. Als Sozialwissenschaftlicher ist es von Vorteil, wenn man keine Berührungsängste hat. Immerhin sind Menschen und ihr Verhalten das zentrale Forschungsinteresse dieser Wissenschaftler.

Scoats kam ins Grübeln, nachdem er sich eines Morgens in einem Dreier mit seiner damaligen Freundin und einer Bekannten wiederfand. Die Frage, die er sich nun stellt, war nicht, ob er jetzt für beide Frauen Frühstück machen solle – die Antwort ist in diesem Fall immer ja – sondern wie es zu einem Dreier kommt. Und warum? Und mit wem?

"So ist es mit einem Mikro-Penis Sex zu haben"

"So ist es, Sex mit einem Mikro-Penis zu haben"

Kommen wir nun zu den harten Fakten. Scoats definiert vier verschiedene Varianten eines heterosexuellen Dreiers:

FFM:  Frau, Frau, Mann; "klassischer" Dreier.
FMF: Beide Frauen nur mit dem Mann, nicht miteinander.
MMF: Mann, Mann, Frau.
MFM: Beide Männer nur mit der Frau, nicht miteinander.

Diese Unterteilung hat kulturellen Hintergrund. Dreier werden für gewöhnlich im Hinblick auf den "männlichen Blick" ("male gaze") inszeniert. Damit ist ein männlicher, heterosexueller Blick gemeint, der die Frau zu einem reinen Objekt macht.

In Bezug auf einen Dreier sieht das so aus: Zwei Frauen machen es miteinander und werfen dem Mann, der daneben sitzt und sie beobachtet, sehnsuchtsvolle Blicke zu. Doch dieses Set-up scheint sich langsam aufzulösen, wie Scoats herausfand.

Der Soziologe interviewte männliche und weibliche Studenten, einige von ihnen hatten einen Dreier, andere nicht. Das Ergebnis war, dass das klassische FMF zwar noch stilbildend ist, aber auch MMF immer beliebter wird. Der MMF-Dreier in der Form, dass auch Männer untereinander agieren.

Scoats deutet daraus, dass die homophoben Vorurteile in unserer Gesellschaft nachlassen.

Frauen zeigen sich einem Dreier gegenüber grundsätzlich entspannter und sehen ihn als eine Erweiterung ihres sexuellen Erfahrungshorizontes. Für Männer hingegen ist der Dreier eher eine Möglichkeit, um mit Kumpels etwas zu unternehmen und sich zu verbrüdern.

Aber Scoats ist mit seiner Arbeit noch nicht fertig. In Zukunft will er untersuchen, wie Männer damit umgehen, wenn ihre Partnerin im Rahmen eines Dreiers Sex mit anderen Männern hat. Unsere spontane Prognose: nicht gut.

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