"Lichtnahrung"

Deutscher ernährte sich nur von Licht - tot!

Der Hamburger Finn Bogumil wollte sich nur noch von Licht ernähren. Doch das esoterische Konzept der "Lichtnahrung" kostete ihn offenbar das Leben.

Licht als Lebensquelle
Weil er sich nur von Licht "ernähren" wollte, ist er nun tot Foto: iStock / LoveTheWind

Zum ersten Mal seit 20 Jahren ist ein Deutscher an der sogenannten "Lichtnahrung" gestorben, das ergaben Recherchen des NDR. Der Hamburger Finn Bogumil starb bereits Ende 2017 auf der karibischen Insel Dominica. Aus den Recherchen geht hervor, dass der 22-Jährige in dieser Zeit fastete und dass das die Todesursache sei.

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Hamburger stribt an "Lichtnahrung"

Das Ableben des Hamburgers scheint mit der sogenannten "Lichtnahrung" zusammenzuhängen. Dabei handelt es sich um eine esoterische Ideologie, der zufolge Menschen lernen können, komplett auf Nahrung und Flüssigkeit zu verzichten und lediglich von Lichtenergie überleben können.

Im Februar 2019 fand in Deutschland ein "Lichtnahrung Online-Kongress" statt, bei dem nach Angaben der Veranstalter 6.000 Menschen teilnahmen, berichtet Focus.

Bogumil äußerte gegenüber Familie und Freunden, dass er sich nur noch von Licht ernähren wolle. 2015 befand er sich für zwei Wochen stationär in psychatrischer Behandlung.

Der letzte bekannte Todesfall in Deutschland in Verbindung mit "Lichtnahrung" geht auf das Jahr 1997 zurück. 2011 gab es in der Schweiz einen ähnlichen Fall von einer Frau, die komplett auf Nahrung und Wasser verzichtete und in der Folge daran starb.

Die Doku "Am Anfang war das Licht"

Einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangte dieses gefährliche Konzept durch die österreichische Doku "Am Anfang war das Licht" aus dem Jahr 2013.

Mediziner warnen explizit vor den Gefahren der "Lichtnahrung": "Wir halten die Methode für sehr gefährlich, weil beim vollständigen Verzicht auf feste und flüssige Nahrung bereits ab dem dritten Tag das Risiko einer tödlichen Dehydration steigt."

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