Grillmeister Entrecôte grillen: Das saftige Steak perfekt auf dem Grill zubereitet

Redaktion Männersache 19.06.2018

Das Entrecôte vom Grill ist ein Geheimtipp. Männersache verrät alles über die professionelle Zubereitung des Steaks, von der Herkunft über das Würzen bis hin zum perfekten Grillergebnis.

Saftiges Entrecôte
Foto:  iStock / Thomas Francois

Das Entrecôte ist dank seines herzhaften Geschmacks und besonderer Saftigkeit bei Steak-Kennern äußerst beliebt. Das Steak wird aus dem vorderen Teil des Rückenstranges geschnitten, aus der Hohen Rippe, die hinter dem Nacken, aber vor dem Roastbeef liegt.

 

Entrecôte grillen: Das saftige Steak perfekt auf dem Grill zubereitet

Das Entrecôte: Das Steak der vielen Namen

Das Entrecôte hat viele Namen, abhängig von dem Land beziehungsweise der Region, in der es gegessen wird. Der Name kommt aus dem Französischen und ist eine Zusammensetzung der Worte "entre" (zwischen) und "côte" (Rippe). Im Süden Deutschlands und in Österreich wird das Entrecôte auch Hohe Rippe genannt, in England Fore Rib und in den USA Rib-Eye-Steak. Der amerikanische Name ist eine Anspielung auf ein Charakteristikum des Steakzuschnitts: den Fettkern, der wie ein Auge wirkt.

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Das in der Regel knochenlose Entrecôte ist durch eine gute Marmorierung gekennzeichnet. Je mehr feine Fettstränge ein Steak aufweist, desto hochwertiger, saftiger und demnach auch geschmacksintensiver ist es. Wird das Entrecôte ausnahmsweise doch mit einem Knochen serviert, spricht man von einem Cowboy Steak.

Beim Grillen kommt es vor allem auf die Dicke der Steaks an. Ist das Entrecôte ausreichend dick, kann der Garpunkt leichter bestimmt werden und das Fleisch die Temperatur gleichmäßiger aufnehmen und somit schonender garen.

Das Entrecôte fürs Grillen vorbereiten

Vor der Zubereitung eines jeden Steaks muss dieses vorerst auf Zimmertemperatur akklimatisiert werden. Dafür am besten mindestens 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank holen und auf der Arbeitsfläche ruhen lassen. Danach mit Wasser abwaschen und Küchenkrepp abtupfen.

Bezüglich des Würzens beziehungsweise Marinierens des Steaks bleiben dir ganz nach Geschmack alle Optionen offen. Für Marinaden-Fans haben wir hier männliche Marinade-Tipps zum Selbermachen zusammengestellt. Das Salzen und Pfeffern erklärt sich wohl von selbst. Zu bedenken ist, dass Steak-Puristen komplett auf das Würzen verzichten, dem Credo folgend, dass das den natürlichen Geschmack des Fleisches verfälscht. Bei Bedarf kann man unmittelbar vor dem Servieren des Steaks den Geschmack mit Salz und Pfeffer verfeinern.

 

Die Kohle glüht: Das Entrecôte grillen

Die optimale Grilltemperatur liegt bei circa 250 Grad. Und auch der Rost sollte, bevor das Steak darauf platziert wird, eine hohe Temperatur erreichen. Zudem kann man den Rost mit Öl bestreichen, um somit einem Ankleben des Fleisches vorzubeugen.

Das Entrecôte dann auf den heißen Rost direkt über die hohe Hitze legen. Um ein gleichmäßiges Grillergebnis zu erreichen, empfiehlt sich die sogenannte 90-90-90-90-Methode: Das Steak 90 Sekunden lang von einer Seite auf großer Hitze grillen. Dann das Fleisch um 90 Grad drehen und weitere 90 Sekunden brutzeln lassen. Diesen Vorgang zwei weitere Male wiederholen, sodass das Steak insgesamt sechs Minuten in der direkten Hitze verweilt – abhängig von der Dicke des Zuschnitts, kann die Grillzeit leicht variieren.

Entrecôte: Der Elvis unter den Steaks
Entrecôte, das besonders feine Steak © iStock / AlexRaths

Doch das Steak ist jetzt noch nicht fertig. Zum Schluss muss es noch fertiggaren. Hierfür kann man den Rost auf dem Grill höher platzieren und das Fleisch an die Seite des Rosts legen. Alternativ kann das Entrecôte auch im vorgeheizten Ofen bei 120 Grad für zehn Minuten garen – auch hier spielt die Dicke natürlich wieder eine Rolle.

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Sobald das Fleisch die gewünschte Garstufe erreicht hat, kann es serviert werden. Wie bestimmt man die erwünschte Garstufe? Ganz einfach geht das mit einem Fleischthermometer. Aber auch ohne Technik gelangst du zum Ziel. Mit der Fingerdruck-Methode kannst du die Festigkeit des Fleisches und somit dessen Garstufe bestimmen. Führe Daumen und Zeigefinger deiner linken Hand zusammen und drücke mit einem Finger der rechten Hand auf den Handballen unter deinem linken Daumen. Hat das Steak eine ähnliche Festigkeit, ist es "blutig" (rare). Beim Daumen und Mittelfinger erhältst du Auskunft über die Garstufe medium. Für durchgebraten nehme Daumen und den kleinen Finger.

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