Drogenschmuggel

Polizist wegen Cannabis für 21 Jahre im Knast

Der norwegische Vorzeige-Polizist Eirik Jensen ist wegen Beihilfe zum Schmuggel von knapp 14 Tonnen Haschisch zu 21 Jahren Haft verurteilt worden.

Bei Cannabis kennen Norweger keinen Spaß
Wegen Cannabisschmuggel wurde ein Polizist verhaftet Foto: iStock/zlisjaki, Juanmoninoi

In Deutschland wird der Konsum von geringen Mengen Cannabis meist nicht geahndet. In Norwegen sieht die Gesetzeslage schon etwas anders aus.

Bei Besitz von bis zu 15 Gramm Gras wird man mit einer Geldbuße belegt. Für alles über 15 Gramm, kann Gefängnis auf dem Plan stehen.

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Kein Wunder also, dass der Staatsdiener Jensen vor drei Jahren für 21 Jahre in den Bau wanderte. Doch was hat er unternommen, dass es so weit kommen konnte?

Die Antwort lautet: nichts! Er ließ die Schmuggler gewähren. Wie das Hanf Journal am Dienstag berichtete, klärte Jensen viele Kriminalfälle im Kampf gegen Rockerbanden und die organisierte Kriminalität auf.

Dabei half ihm ein gutes Netz an Spitzeln. Mit seinen Hintermännern gelang es ihm, sogar einen Einbruch in das Schloss der norwegischen Königsfamilie aufzuklären.

Einer von Jensens Informanten schmuggelte allerdings selbst große Mengen Haschisch ins Land. Jensen, der selbst eine Zeit lang im Rauschgiftdezernat arbeitete, unternahm allerdings nichts dagegen.

Vielleicht wollte er seine Informationsquelle nicht verlieren, vielleicht beeindruckten ihn aber auch die "Geschenke" im Wert von etwa 71.000 Euro, die er in 9 Jahren bekam.

Jensen flog auf, als ein Schmuggler verhaftet wurde und der Strafkammer alles en detail erzählte. Da halfen dem "Superbullen" auch seine Verdienste für den Staat nicht mehr weiter.

Er wurde zu 21 Jahren Gefängnis verdonnert, weil er sich am größten Rauschgiftverbrechen der norwegischen Rechtsgeschichte mitschuldig machte.