Umstritten Einzelhandel verlangt mehr verkaufsoffene Sonntage

Redaktion Männersache 12.12.2017
Einzelhandel verlangt mehr verkaufsoffene Sonntage
© Smileus/iStock

Der Einzelhandel ist mit den Einnahmen in der zweiten Adventwoche unzufrieden und nutzt die Gelegenheit, sich erneut für einen Lockerung der Ladenöffnungen an Sonntagen stark zu machen.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) ist mit dem bisherigen Weihnachtsgeschäft nicht zufrieden. Der Einzelhandel sei enttäuscht und beklage sich über "schwache Besucherfrequenzen". Der HDE sieht Politik, die Kommunen und Gewerkschaften in der Pflicht, Innenstädte in Anbetracht des wachsenden Onlinehandels wieder attraktiver zu machen.

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Konkret heiß das: mehr verkaufsoffene Sonntage. Dabei formiert sich Widerstand: In den vergangenen Monaten waren Gegner der Sonntagsöffnungen vor Gericht erfolgreich und konnte bereits bestehende Genehmigungen wieder kippen, berichtet Spiegel.

Für den HDE-Chef Josef Sanktjohanser sei ein solches Denken nicht zeitgemäß. Die Gewerkschaft Ver.di wiederrum wirft Sanktjohanser vor, nicht "konstruktiv über Sonntagsöffnungen" sprechen zu wollen.

Dem Einzelhandel müsse es erlaubt sein, an einigen Sonntagen im Jahr den Kunden mit Events und Sonderaktionen in die Innenstadt zu locken. Andernfalls würde der Kunde wieder im Internet einkaufen, argumentiert der HDE-Chef.

Tatsächlich aber hat der Handelsverband wenig Grund zur Besorgnis. Für die beiden Monate November und Dezember erwartet der HDE eine Steigerung des Umsatzes um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr – auf 94,5 Milliarden Euro. Von dieser Steigerung würde vorwiegend der stationäre Handel profitieren.

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