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Style-Guide

Das Einstecktuch: Farbe, Stoff, Faltung und alles, was man wissen muss

Das Einstecktuch verleiht deinem Auftritt etwas ganz Besonderes – vorausgesetzt du kennst die Basics. Wir verraten sie dir!

Ein bisschen Stil schadet nie
Ein bisschen Stil schadet nie Das Einstecktuch richtig nutzen iStock / wisanuboonrawd

Das Einstecktuch: Was ist das?

Ein Einstecktuch ist ein Stoffquadrat aus Baumwolle, Seide, Leinen, Polyester oder Wolle, das in die Brusttasche des Sakkos oder Jacketts gesteckt wird. Sein einziger Zweck besteht darin, deinem Look eine individuelle und unwiderstehliche Note zu verleihen. Es ist nicht dafür da, um sich den Schweiß von der Stirn abzuwischen oder die Nase zu säubern – Einstecktücher sind keine Taschentücher!

Das Einstecktuch – auch Pochette, Stecktuch oder Kavalierstuch genannt – sollte mit dem Rest deines Outfits harmonieren, damit es seinen maximalen Effekt erzielen kann. Es sollte auffallen, aber nicht zu sehr – eben ein Eyecatcher, der lange nachhallt.

Das Einstecktuch: Die richtige Farbe

Beim Einstecktuch spielt die farbliche Abstimmung eine ganz entscheidende Rolle. Die Aufgabe eines jeden guten Looks ist es, die Gesichtszüge positiv zu betonen – und das gelingt unter anderem mit dem richtigen Einsatz von Farben.

Hast du zum Beispiel helle Haut und dunkle Haare kannst du sehr gut komplementäre Farben tragen, das heißt Farben, die einen starken Kontrast erzeugen.

Hast du aber dunkle Haut und dunkle Haare (beziehungsweise helle Haut und helle Haare) dann solltest du bei deinem Outfit eher auf kontrastärmere Farben zurückgreifen. Die mögen weniger auffällig sein, korrespondieren aber besser mit deinem Äußeren.

Für Einstecktuch-Einsteiger empfiehlt sich, zu Beginn auf ein weißes oder farblich neutrales Einstecktuch zurückzugreifen. Später kannst du mehr Farbe zu deinem Look beimengen: Das Einstecktuch in einer farblichen Nuance zu deinem Sakko wählen, sodass ein dezenter Kontrast entsteht (Beispiel: blaues Jackett und hellblaues Kavalierstuch).

Bist du ein Profi und mutig genug, kannst du dich an eine komplementäre Farbkombination wagen. Komplementär bedeutet, dass du Farben kombinierst, die sich im Farbkreis gegenüber stehen. Trägst du zum Beispiel ein blaues Sakko, dann ist ein gelbes Einstecktuch das höchste aller Gefühle.

Farbkreis
Der Farbkreis Der Farbkreis iStock / Thoth_Adan

Das Einstecktuch: Der richtige Stoff

Auch beim Stoff des Einstecktuchs kommt es auf den Kontrast zum restlichen Outfit an. Ein Einstecktuch aus Baumwolle passt besser zu einer glatten Krawatte. Eine Pochette aus Seide erzeugt besonders mit einer groben Krawatte oder Jacke einen tollen Kontrast.

Einstecktuch aus Baumwolle

Ein Baumwolleinstecktuch ist preiswert und kann problemlos in der Waschmaschine gewaschen werden – knittert aber leicht und muss deswegen gebügelt werden. Es ist vielseitig einsetzbar und leicht faltbar. Leider kann es bei zu heißem Waschen schrumpfen und im Laufe der Zeit verblassen.

Einstecktuch aus Seide

Ein Einstecktuch aus Seide ist eleganter als aus Baumwolle und passt hervorragend zu einem Sakko aus Wolle. Es ist vielseitig, passt zu jedem Anlass und verleiht dem Träger einen Hauch von hochwertiger Eleganz. Allerdings ist es etwas teurer, kann nur chemisch gereinigt werden, knittert schnell und verträgt sehr schwer Nässe.

Einstecktuch aus Wolle

Diese Einstecktücher können aus Kaschmir, Alpakawolle, Angorawolle oder Kamelhaar bestehen. Jede Wollart hat ihre Vor- und Nachteile. Einstecktücher aus Wolle eignen sich aufgrund ihrer Struktur besonders für Wintermonate. Ihre Pflege ist nicht ganz leicht, eine chemische Reinigung ist notwendig. Zudem können sie bei der Lagerung von Motten befallen werden und schrumpfen wesentlich bei Hitze und Feuchtigkeit.

Einstecktuch aus Polyester

Einstecktücher aus Polyester sind besonders günstig, leicht zu lagern und pflegen, knittern nicht und verlieren auch nicht ihre Form. Bei entsprechendem Lichteinfall können sie aber leicht künstlich wirken. Zudem sind Flecken nicht leicht zu entfernen.

Das Einstecktuch: Das Muster

Beim einfarbigen Einstecktuch kann man nichts falsch machen – sofern man sich an die oben genannten Farbregeln hält. Sobald aber Muster hinzukommen, muss man einige Kleinigkeiten beachten.

Das Wichtige ist, dass die Muster (maximal drei unterschiedliche, nie mehr) unterschiedliche Größen haben sollten. Benutzt du ein fein gestreiftes Einstecktuch, dann sollte die Krawatte grob gepunktet sein. Ist das Tuch fein gepunktet, kann das Sakko grob kariert sein. Das Einstecktuch, der Schlipps und das Hemd sollten andere Muster in unterschiedlichen Größen haben.

Das Einstecktuch richtig falten

Sobald man sich für die Farbe, den Stoff und das Muster entschieden hat, muss das Stecktuch nur noch seinen Weg in die Brusttasche finden. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Einstecktuch entsprechend der Situation und dem eigenen Stil zum Einsatz zu bringen.

Einmal hätten wir da zum Beispiel die klassisch rechteckige Faltung oder die strengere spitze Faltung. Die dreifache Faltung zeugt von besonderer Eleganz, während sich die lässige besonders für weniger formelle Anlässe eignet. Mehr Informationen dazu, und wie du das Einstecktuch richtig faltest, erhälst du hier.

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