AR-15-Gottesdienst Den Segen gibt’s nur mit Sturmgewehr

Tobias | Männersache 01.03.2018
Den Segen gibt's nur mit Sturmgewehr
© Twitter / ChrisLutolf

Ein amerikanischer Kult huldigt dem Sturmgewehr AR-15 und feierte ihm zu Ehren einen Gottesdienst.

Für Zeugen und Angehörige der Opfer des Parkland-Massakers in Florida dürfte diese bizarre Veranstaltung ein ziemlicher Schlag ins Gesicht sein. Erschoss der Amokläufer doch 17 Menschen mit einem AR-15-Sturmgewehr.

Die "World Peace and Unification Sanctuary"-Kirche sieht das Sturmgewehr jedoch als einen Heilsbringer. "Souveränität bedeutet, dass wir im Notfall in der Lage sind, uns gegen eine aggressive, satanische Welt zu verteidigen", zitiert die Welt den offiziellen Standpunkt der Kirche.

Die Messe sei schon lange vor dem Parkland-Amoklauf geplant gewesen. 250 Paare waren geladen, um an ihr teilzunehmen. Die Gäste kamen mit Maschinengewehren und aufgesetzten Kronen, um zu unterstreichen, dass sie zu den auserwählten Menschen gehören.

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Wer keine AR-15 dabei hatte, musste etwa 575 Euro hinterlegen und glaubhaft versichern, dass er sich von dem Geld später ein Maschinengewehr zulegen würde. Gründer der Sekte ist der 38-jährige Reverend Moon Jyung-jin.

Sein Vater immigrierte aus dem heutigen Nordkorea in die USA und gründete bereits eine Sekte. Nach familiären Streitigkeiten eröffnete der studierte Theologe Moon Jyung-jin seine eigene Kirche. Wie viele Mitglieder diese waffenverherrlichende Gemeinschaft hat, ist unbekannt.

Laut Welt rekrutieren sich die Anhänger aus der Neuen Rechten, Waffenfetischisten und paramilitärischer Bürgerwehren.

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