Gemeinsam stark Dorf sammelt mehr als eine Million Euro, um Pub zu retten

Tobias | Männersache 20.03.2018
Dorf rettet englisches Pub
© iStock / ultramarinfoto

Ein englisches Dorf sammelte mehr als eine Million Euro, um sein Pub zu retten. Ein Investor wollte Wohnungen in den alten Gemäuern schaffen.

Die Briten leben ihre Pub-Kultur in ganz besonderem Maße. Pubs sind durchaus auch Treffpunkte für ganze Familien. Und die Bar "The Packhorse" hat eine sehr lange Tradition im englischen South Stoke. Die Gemäuer des ehrwürdigen Baus stammen bereits aus dem 15. Jahrhundert.

Ursprünglich wurde es als Gasthaus für Mönche errichtet. Später versteckte man verfolgte katholische Priester in Löchern, die auf dem Gelände gegraben wurden. Doch vor sechs Jahren wurde die Taverne von einem Investor gekauft. Dann kam der Schock. Der neue Eigentümer schloss die Bar und wollte die traditionelle Gaststätte in Wohnungen umwandeln.

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Doch das Dorf rückte zusammen. Es wurde ein Komitee gegründet, das Geld sammelte. Insgesamt schaffte es das gesamte Dorf auf umgerechnet etwa 1,3 Millionen Euro. Mit dem gesammelten Geld konnten sie das Pub wieder von dem Investor zurückkaufen.

Die Ehre, das Pub wieder zu eröffnen, wurde dem ehemaligen Ingenieur Brian Perkins zuteil. Der 87-Jährige hat eine ganz besondere Verbindung zu dem Ort. "Ich wurde 1930 in einem Raum über der Bar geboren und Jahre später hatte ich in der Bar meinen Hochzeitsempfang", erklärt der ehemalige Ingenieur.

Seiner Familie gehörte einst das Pub und so kam es, dass er es bis zur Schließung jeden Sonntag besuchte. "Für mich war es eine große Ehre, das erste Pint zu zapfen", gibt der alte Mann mit Stolz zu. Viele Dorfbewohner engagieren sich jetzt, um das Pub am Leben zu halten.

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