Isegrim macht Probleme Deutsches Dorf in Angst: Wolf reißt Hündin Pfote ab

Tobias | Männersache 19.02.2018
Wolf beißt Hündin die Pfote ab
© iStock / Freder

Erstmals wurde auf einem Privatgelände ein Hund von einem Wolf angegriffen. Ihm wurde eine Pfote abgebissen.

Was es heißt, mit Wölfen zusammenzuleben, wissen die Bürger aus Steinberg, einem kleinen Ort bei Ziesar in Brandenburg. Wie Fotofallen belegen, werden die Raubtiere nahezu täglich gesichtet.

"Das Leben ist anders geworden", sagte Ziesars Amtsdirektor Norbert Bartels zum Nordkurier. Eltern brächten ihre Kinder zum Bus, Jogger trauten sich nicht mehr in den Wald.

Im Video: Drone Filmt kampf zwischen Elch und Wolf

 

Doch auch bundesweit kommt es immer häufiger zu Begegnungen mit Wölfen. Im letzten Jahr wurden etwa 1.000 Nutztiere von Wölfen getötet oder verletzt. Jetzt fiel auch die 13-jährige Terrier-Hündin Angie Isegrim zum Opfer.

Obwohl sie sich in ihrem gesicherten Gehege aufhielt, wurde ihr die linke Vorderpfote abgebissen. Die Besitzer brachten Angie noch in eine Klinik, entschlossen sich allerdings, den Hund einschläfern zu lassen, um ihm weiteres Leid zu ersparen.

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Die Menschen in dem kleinen Ort leben nun in Angst. Der Terrier ist auch nicht das einzige Opfer in Steinberg. "Ständig werden Kälber und sogar Kühe gerissen", erklärt Amtsdirektor Bartels. Doch gegen Wölfe vorzugehen, ist nicht so einfach. Die Wildtiere sind streng geschützt.

Die wachsende Anzahl von Zusammenstößen mit dem Wolf beschäftigt nun auch die Bundesregierung. Man möchte "einen Maßnahmenkatalog zur Entnahme von Wölfen entwickeln". In Brandenburg hat die Landesregierung bereits den Abschuss von Problemwölfen erlaubt.

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