News-Update

Donnerstag: RKI meldet dramatische Zahlen

Das Robert-Koch-Institut hat sich in der Pandemie schon daran gewöhnt, immer wieder der Überbringer schlechter Nachrichten zu sein. Die neuesten Zahlen sind dramatisch.

Lothar Wieler
Muss einmal mehr dramatische Zahlen verkünden: RKI-Chef Lothar Wieler Foto: Getty Images / Andreas Gora

Immer wieder schlechte Zahlen

In "schöner" Regelmäßigkeit muss der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI) vor die Presse treten und schlechte Zahlen verkünden. Lothar Wieler kann dabei nur hoffen, dass die Anwesenden nicht ihn - nach dem "Don't kill the Messenger-Prinzip" - für das, was er zu erzählen hat, verantwortlich machen.

Tatsächlich kämpft er aber wohl eher gegen ein anderes Phänomen: das der Abnutzung. Wenn jeden Tag neue schlechte Nachrichten vorliegen, gewöhnt sich die versammelte Journaille womöglich daran. Und die Leserschaft damit auch.

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Die nackten Zahlen und die Toten

Das wäre natürlich ein Fehler, denn die absoluten, nackten und ungeschönten Zahlen sind in der Tat sehr beunruhigend, mithin dramatisch zu nennen:

Wie Bild berichtet, haben sich 20.407 Menschen innerhalb der letzten 24 Stunden nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, die Dunkelziffer dürfte entsprechend ausfallen, 306 Tote gibt es zu beklagen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht von 110,1 auf 105,7.

Zahlen insgesamt wohl noch höher

Dramatisch ist das auch deshalb, weil davon auszugehen ist, dass diese Zahlen noch nachgebessert, beziehungsweise in diesem Zusammenhang weiter verschlechtert werden dürften, da etliche Arztpraxen wegen der Osterferien noch keine Zahlen an das RKI gefunkt haben.

Erst wenn dieser Nachtrag geschehen ist, dürfte das ganze katastrophale Ausmaß der aktuellen Infektionslage feststehen. Es kann also durchaus sein, dass ein erneuter Spitzenwert bei den Neuinfektionen nach dem Ende der Osterferien, in den meisten Bundesländern nach kommendem Wochenende, bereits jetzt feststeht.