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Discounter Netto: Nazi-Vorwürfe wegen Kinderschokolade

Netto muss sich aktuell wegen eines Kundenvideos mit dem Vorwurf rassistischer Unternehmenspolitik auseinandersetzen.

Netto-Discounter
Netto muss sich wegen des Vorwurfs rassistischer Preispolitik rechtfertigen (Symbolfoto) Foto: iStock/Helmut-Seisenberger

Discounter Netto: Nazi-Vorwürfe wegen Kinderschokolade

Der Discounter Netto wehrt sich gegen Vorwürfe, dass seine Preispolitik in Teilen rassistisch motiviert sein könnte. Anlass ist Kinderschokolade mit Kinderfotos der deutschen Fußballnationalspieler hinsichtlich der EM 2020.

Das Turnier ist wegen der Coronapandemie zwar auf den Sommer 2021 verschoben, doch die Bilder der Spieler sorgen jetzt trotzdem für Ärger.

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Der Geschichte eines Skandals

Eine Netto-Kundin findet im Regal besagte Kinderschokolade und ihr fällt ein Detail auf, welches nun für bundesweite Aufregung sorgt, denn die Kinderschokolade mit dunkelhäutigen Nationalspielern kostet 74 Cent für zehn Riegel, die Packungen mit hellhäutigen Spielern kostet hingegen 89 Cent für nur acht Riegel.

Die Kundin wittert rassistische Motive hinsichtlich der Preispolitik und macht den Umstand öffentlich.

Reaktion von Netto

Das dazugehörige Video der Kundin aus einem Netto-Markt sorgt aktuell in den Sozialen Netzwerken für hitzige Diskussionen, wie "Der Westen" berichtet.

Netto hat sich mittlerweile via Facebook zu den Anschuldigungen geäußert: "Unabhängig von Nationalität, Religion, Geschlecht oder Alter. Netto steht für Offenheit und Toleranz und wir lehnen Diskriminierung jeder Art ausdrücklich ab.“ 

Hinsichtlich des Preisunterschiedes "gab es seitens Ferrero einen nationalen Formatwechsel von Zehner- auf Achter-Packungen. Deshalb handelt es sich bei der günstigeren Zehner-Packung um einen Abverkaufspreis."

Tatsächlich sind auf besagten Kinderschokolade-Packungen mit 10 Riegeln zum Aktionspreis auch hellhäutige Nationalspieler abgebildet.