Tattoo-Update

Dieser Mann behauptet: Tätowierungen haben mich meinen Kindergarten-Job gekostet

Trotz seiner exzessiven Ganzkörpertattoos will Sylvain Helaine weiter seinem Traumberuf als Kindergarten-Lehrer nachgehen.

Kindergarten-Job wegen Tattoos verloren?
Kindergarten-Job wegen Tattoos verloren? Foto: Instagram / freakyhoody

Lehrer mit Tätowierungen

Das Erscheinungsbild von Sylvain Helaine ist auffallend. Der 35-Jährige hat in den letzten acht Jahren seine Ohren, Zunge und sogar Augen tätowiert, nachdem er im Alter von 27 Jahren eine "existenzielle Krise" hatte, als er an einer Privatschule in London unterrichtete.

Tätowierungen wurden zu seiner "Leidenschaft" und durch die Fortsetzung seiner Arbeit als Lehrer hoffte er, seinen Schülern zu zeigen, dass sie Menschen akzeptieren sollten, die sich von der Norm unterscheiden.

In einem Gespräch mit Reuters erklärte Helaine: "Vielleicht sind sie als Erwachsene dann weniger rassistisch, weniger homophob und aufgeschlossener."

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Wegen Tattoos gefeuert

Seine guten Intentionen haben ihn aber nicht davor bewahrt, seinen Lehrer-Job zu verlieren.

Helaine unterrichtete in einem Kindergarten an der Docteur Morere Grundschule in Palaiseau, einem Vorort von Paris, als sich die Eltern eines dreijährigen Kindes bei den Bildungsbehörden über ihn beschwerten. Obwohl ihr Sohn nicht von Helaine unterrichtet worden war, hatte er ihn in der Schule gesehen und Albträume von ihm gehabt.

Ein paar Monate nach der Beschwerde teilte die Schulbehörde Helaine mit, dass er keine Kindergartenkinder mehr unterrichten dürfe.

Lehrer aus Leidenschaft

Ein Sprecher der örtlichen Bildungsbehörde sagt, mit Helaine sei eine Einigung erzielt worden, ihn vom Kindergartenunterricht freizustellen, da Schüler unter sechs Jahren "aufgrund seines Aussehens Angst haben könnten".

Trotz der Rückschläge unterrichtet Helaine weiterhin Grundschulkinder ab sechs Jahren. Über seine Berufswahl sagt er: "Ich bin ein Grundschullehrer ... ich liebe meinen Job."