Making-Of Diese Fotos zeigen, wie es hinter den Kulissen eines Pornos zugeht

Redaktion Männersache

Die französische Fotografin Sophie Ebrard interessiert sich für die intimen und ruhigen Momente am Set eines Pornos. Wenn die Kamera nicht läuft, wenn die Darsteller sich vorbereiten und ihre nächste Szene besprechen – dann schießt Ebrard ihre Fotos.

Auf einer Swinger-Party hat Sophie Ebrard den Filmemacher Gazzman kennengelernt, einen freundlichen Schotten, der sein Geld mit dem Drehen von Erwachsenenfilmen verdient. Die beiden kamen ins Gespräch und Gazzman bot der Fotografin an, ihn bei seinen Dreharbeiten zu besuchen: Die Fotoserie "It’s Just Love" war geboren.

Sophie Ebrard

Vier Jahre lang begleitete Sophie Ebrard Gazzman bei seiner Arbeit. Sie hatte sich zum Ziel gesetzt, die verruchte Pornoindustrie von einer Seite zu zeigen, die man normalerweise nicht sieht. Die entstandenen, auf analogem Film aufgenommenen Bilder zeigen abseits jeder sexuellen Befriedigung Menschen bei ihrer Arbeit. Die Fotos blicken hinter die Kulissen, zeigen die Pornographie als Inszenierung – und sind schließlich selbst reine Inszenierung.

In der Welt der Pornografie kann man schnell aufsteigen – und genauso schnell wieder fallen. Ja, es ist ein Beruf, ohne Frage, aber einer, für den es keine Ausbildung gibt und für den man keinen Lebenslauf vorzeigen muss.

Sophie Ebrard

Ebrard hat auch mit den Darstellern gesprochen, deren Persönlichkeit zwischen ehrgeizig und frech, trocken und roh schwankte. Loulou, eine Darstellerin, die die Fotografin bei ihren Set-Besuchen kennenlernte, erzählt, wie sie aus Langweile in das Business geriet:

"Ich weiß noch, wie ich vor einigen Monaten ein eigenes kleines Haus hatte; ich arbeitete den ganzen Tag, kam abends nach Hause, war alleine und dachte mir ‚was soll’s, ich stell mich vor die Webcam und verdiene etwas Geld‘. Bis zwei Uhr nachts saß ich vor der Webcam, ging dann ins Bett, stand am folgenden Tag wieder auf, ging zur Arbeit, kam nach Hause, Webcam, Bett, Aufstehen …"

Sophie Ebrard

Es gibt auch Solche, die mit großen Ambitionen in die Industrie einsteigen – wie zum Beispiel Sasha Grey oder James Deen. Sie haben Glück, können Pornos mit mehr oder weniger seriösen Produktionen kombinieren; vor allem aber können sie sich unentbehrlich machen und bauen ein international bekanntes Image um ihre Person auf. Das ist aber im Zeitalter des Internets und der schnellen Pornografie eher die Ausnahme.

"It’s Just Love" ist natürlich ein ironischer Titel für eine Fotoserie über eine Industrie, die das genaue Gegenteil von dem produziert, was man im Allgemeinen unter Liebe versteht. Pornos haben (und werden es vielleicht auch immer haben) einen schlechten Ruf: Sie seien frauenfeindlich, sie stellen Frauen als reine Objekte dar, die einzig auf das sexuelle Begehren des Mannes zugeschnitten sind; sie seien Schund ohne jeglichen ästhetischen Mehrwert.

Sophie Ebrard

All das lässt sich nicht von der Hand weisen. Und die Fotos von Sophie Ebrard werden diese Sichtweise auch nicht ändern können. Sie zeigen aber Menschen in intimsten Momenten, Menschen, die mit Stolz ihrer Arbeit nachgehen. Einer Arbeit, die von der Gesellschaft zwar verpönt, aber täglich von Millionen von Menschen konsumiert wird. It’s just sex.

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