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Was am Ende zählt

Die wahren Gangs von New York

Tagsüber gehen Millionen Menschen hier ihren trubeligen Geschäften nach, die Stadt ist laut und hektisch. Doch wenn es Nacht ist, tritt eine pelzige Parallelgesellschaft an ihre Stelle. Dann beherrschen Waschbär-Banden die Straßen der amerikanischen Metropole!

In den STraßen von New York sind sie zu Hause: Gangs!
Wenn es dunkel wird in den Straßen von New York, bricht ihre Zeit an istock / Ultima_Gaina

Okay, Jungs, Augen auf elf Uhr. Zweibeiner entsorgt Hot Dog. Ich rieche außerdem Zucker und Butterschmalz. Dieser Mülleimer verspricht fette Beute. Macht euch bereit. Ihr zwei deckt unsere Flanke. Der Rest: Erobert den Mülleimer. Und denkt immer daran: Möglichst putzig dabei aussehen!

In den frühen Morgenstunden bietet sich der New Yorker Stadtreinigung immer das gleiche Bild: umgeworfene Mülleimer und zerfetzte Müllsäcke, der Inhalt großflächig in Hinterhöfen, auf Straßen oder in Parks verstreut.

Gangs überall - genau Anzahl unbekannt!

Dann kommen die Anrufe von Einwohnern: Irgendjemand oder irgendetwas hat meinen Garten verwüstet, die Ziegel von meinem Haus geworfen, meinen Keller demoliert. Mehr als 1500 Anrufe im Jahr gehen bei der Stadtverwaltung allein wegen dieser randalierenden Banden ein. Die Stadt New York warnt jetzt: Jede dieser Gangs hat vier bis acht Mitglieder, allesamt männlich.

Sie sind zwischen 40 und 70 Zentimeter groß, dazu kommt ein rund 25 Zentimeter langer, buschiger Schwanz. Besonders auffällig ist eine schwarze Gesichtsmaskierung um die Augen. Ihr Name: Procyon lotor, alias North American Racoon, hierzulande noch besser bekannt als Waschbär.

Video: Waschbären terrorisieren Harlem

Mindestens 30 000 Waschbären sollen sich im Stadtgebiet von New York aufhalten – ihre genaue Zahl kann unmöglich ermittelt werden, da sich die Kleinbären tagsüber versteckt halten und oft in Baumkronen schlafen.

Erst in der Dämmerung schlägt die Stunde der schwarz-weiß-grauen Räuber. Dann schließen sich die Männchen zu sogenannten Rüdenkoalitionen zusammen, um sich vor anderen Waschbär-Gangs zu schützen und Futter zu finden.

Natürliche Feinde? Fehlanzeige!

Die Weibchen lassen es ruhiger angehen: Sie halten zu Hause die Stellung. Weil sie keine natürlichen Feinde in New York City haben und immer genug Futter herumliegt, erfreuen sich die Waschbären hier einer fünfmal höheren Lebenserwartung als in den heimischen Wäldern – sie werden in der Stadt bis zu 10 Jahre alt. Und dann haben sie noch ihre Geheimwaffe: ihre Niedlichkeit.

Denn obwohl die Stadt angeordnet hat, jeden gefangenen Waschbären zu töten, haben selbst die meisten Tierfänger Mitleid und setzen die putzigen Tiere in den umliegenden Wäldern aus – in ihrer vermeintlich natürlichen Umgebung.

Doch dort bleiben sie nicht lange: Mit neuer Gefolgschaft kehren sie zurück – denn ihre Heimat sind längst die Straßenschluchten von New York.

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