Ranking Die tödlichsten Tiere der Welt

Tobias | Männersache 24.06.2018
Die tödlichsten Tiere der Welt
© iStock / skynesher, Peter_Nile

Es gibt viele Tiere, bei deren Anblick uns regelrecht das Blut in den Adern gefriert. Wir erstarren vor Demut und Angst, wenn wir ihnen begegnen, doch die tödlichsten Tiere der Welt sind nicht unbedingt die furchteinflößendsten.

 

Die tödlichsten Tiere der Welt: Ein Überblick

Da viele der Tiere in sehr abgeschiedenen Regionen vorkommen, sind Zahlen über tödliche Zusammenstöße mit Menschen nicht genau dokumentiert. Aber diese Liste gibt einen groben Überblick.

 

9. Das Nilpferd

Das Nilpferd
Das Nilpferd © USO

Auch wenn der Name es vermuten lässt, findet sich im Nil heute kein Nilpferd mehr. Die großen Säuger sind stark vom Menschen verdrängt worden und kommen heute nur noch im mittleren und südlichen Afrika vor. Die vermeintlich behäbigen Tiere bringen bis zu vier Tonnen auf die Waage.

Trotz des stattlichen Gewichts laufen sie bis zu 32 Stundenkilometer schnell. Die Flusspferde können ihr Maul mit den mächtigen Zähnen bis zu 150 Grad aufreißen und entwickeln beim Zuschlagen ihres Kiefers eine Beißkraft von mehr als 500 Kilo.

Auch wenn sie eigentlich Pflanzenfresser sind, gönnen sie sich bei Eisenmangel auch schon mal ein Impala. Die Schwergewichte sind sehr territorial und man sollte beten, dass man niemals zwischen Wasser und ein wütendes Nilpferd gerät.

In der Wildnis sterben tatsächlich weitaus mehr Menschen durch Nilpferd-Attacken als durch Löwen- oder Hai-Angriffe. Mehr als 100 Menschen kommen jährlich durch die großen Wasser-Säuger ums Leben und damit sind sie eigentlich gefährlicher als Löwen.

 

8. Die Australische Würfelqualle

Die Würfelqualle: wunderschön, aber tödlich
Die Würfelqualle: wunderschön, aber tödlich © Wikimedia / Guido Gautsch

Die Nesselgifte der Würfelquallen gehören zu den stärksten Giften im Tierreich. Eine Berührung mit den bis zu 4,5 Meter langen Nesseln des glibberigen Wesens führen nicht selten zum Tod. Die Würfelqualle kommt an der Nordküste Australiens sowie im gesamten tropischen Indopazifik vor. Daher wird sie auch Indo-Pazifik-Qualle genannt.

Jede Nessel dieses Tieres ist mit so viel Gift bestückt, dass man damit 50 Menschen töten könnte. Auch wenn die meisten Menschen eine Begegnung mit der Qualle überleben, sind die Schmerzen unerträglich. Das Herz kann aussetzen oder der Mensch ist wie gelähmt und ertrinkt infolgedessen.

Um Touristen nicht abzuschrecken, werden in vielen Ländern Begegnungen mit der Qualle nicht dokumentiert. Auch die Würfelqualle schafft es jährlich auf etwa 100 Todesfälle.

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7. Der Weiße Hai

Der Weiße Hai lehrt einen das Fürchten
Der Weiße Hai lehrt einen das Fürchten © iStock / Peter_Nile

Kaum ein Tier lässt beim Menschen solche Angst-Gefühle aufsteigen wie der Weiße Hai. Seine toten Augen, sein 1,2 Meter riesiger Rachen und sein mehrreihiges Gebiss lassen jeden erschaudern. Die vielen Horrorfilme über das Tier tun ihr Übriges.

Doch nimmt man die absoluten Zahlen, relativiert sich die Gefährlichkeit des großen Fisches wieder. Forscher gehen davon aus, dass die meisten vermeintlichen Angriffe Weißer Haie auf Menschen in Wirklichkeit auf Bullenhaie zurückzuführen sind. Im Schnitt sterben nicht mehr als zehn Menschen jährlich durch den Angriff eines Weißen Hais.

Dabei gehen die Forscher davon aus, dass der Hai seine Opfer mit Robben oder ähnlichen Tieren verwechselt, da der Mensch eigentlich nicht auf der Speisekarte des Raubfisches steht. Meistens trifft es Surfer, die zwischen die Kauleisten des großen Raubfisches geraten.

Zu den häufigsten Unfällen mit Weißen Haien kommt es in Südafrika, Kalifornien, Südaustralien und Japan.

 

6. Der Grizzlybär

Der Grizzly kann einen Menschen mit einem Schlag töten
Der Grizzly kann einen Menschen mit einem Schlag töten © iStock / JeannetteKatzir

Der Grizzlybär ist der nordamerikanische Artverwandte des in Europa beheimateten Braunbären. In der Regel meiden die großen Tiere den Kontakt zum Menschen. Wenn sie jedoch sehr hungrig oder krank sind, können sie dem Menschen ziemlich gefährlich werden.

Die großen Bären können bis zu zweieinhalb Meter groß werden und bringen bis zu 680 Kilo auf die Waage. Trotz der immensen Größe kann das Tier bis zu 55 Stundenkilometer schnell laufen. Weglaufen ist also nicht besonders sinnvoll.

Jedes Jahr sterben in den nordamerikanischen Nationalparks vereinzelt Menschen durch einen Grizzly. Meist sind es Weibchen, die ihren Nachwuchs beschützen wollen, die für den Menschen eine ernste Bedrohung darstellen.

Aufgrund seiner Größe und seiner ungeheuren Kraft kann bereits ein Schlag mit der Tatze oder ein Biss für den Menschen tödlich sein. Auf seinen Hinterbeinen stehend kann ein männliches Tier es auf 2,40 Meter schaffen. Wer also einem Grizzly begegnet, sollte sich lieber ruhig zurückziehen.

 

5. Der Kaffernbüffel

Mit seinen spitzen Hörnern jagt der Büffel sogar Raubkatzen in die Flucht
Mit seinen spitzen Hörnern jagt der Büffel sogar Raubkatzen in die Flucht © iStock / PaulGregg

Diese Büffelart hat riesige Hörner und kann es bis zu 900 Kilo bringen. Eigentlich sind die Herdentiere sehr gesellig, wenn ein Tier jedoch durch eine Raubkatze oder einen anderen Jäger bedroht wird, verliert es schon mal seine Fassung.

Schnell eilen dann andere Tiere zur Hilfe und die Angreifer sind gut beraten, wenn sie das Weite suchen. Ansonsten könnten sie von den spitzen Hörnern des großen Büffels aufgespießt werden. Diese in Afrika vorkommende Rinderart wird in manchen Regionen auch als "Schwarzer Tod" bezeichnet.

Denn auch Menschen fallen dem Büffel zum Opfer. Epoch Times geht von mehr als 200 Opfern jährlich aus.

 

4. Der Elefant

Elefanten können ein sehr impulsantes Gemüt haben
Elefanten können ein sehr impulsantes Gemüt haben © iStock / bucky_za

Wer schon mal einen wütenden Dickhäuter erlebt hat, der weiß, warum Elefanten zu den gefährlichsten Tieren der Welt gehören. Etwa 500 Menschen sterben Jährlich durch Zusammenstöße mit ihnen. Der afrikanische Elefant ist das größte Landsäugetier, gefolgt von dem etwas kleineren asiatischen Elefanten.

Das Tückische: Die Tiere mit dem langen Rüssel sehen eigentlich ganz friedlich aus, können aber blitzschnell in den Angriffsmodus übergehen. Unter den Beinen eines Elefanten wird einfach alles platt getrampelt.

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3. Das Krokodil

Die gefährlichen Reptilien werden auch lebende Fossilien genannt
Die gefährlichen Reptilien werden auch lebende Fossilien genannt © iStock / jswax

Eine Beißkraft von 1.300 Kilogramm pro Quadratzentimeter spricht für sich. Dies dürfte einer der Gründe dafür sein, warum die Spezies so lange überlebt hat. Krokodile werden auch als lebendige Fossilien bezeichnet, denn ihre jetzige Form haben sie schon seit Millionen von Jahren.

Ein Salzwasserkrokodil bringt es auf bis zu sechs Metern und ein Nil-Krokodil ist nicht viel kleiner. Die Tiere leben in den Tropen und sind somit in Afrika, Asien, Nord- und Südamerika sowie in Australien anzutreffen. Bis zu 800 Menschen fallen dem Krokodil jährlich zum Opfer.

 

2. Der afrikanische Löwe

Der Löwe: Alles andere als eine Miezekatze
Der Löwe: Alles andere, als eine Miezekatze © iStock / skynesher

Träge sieht man ihn auf Safaris meist im Steppengras liegen. Man möchte kaum glauben, dass diese große Miezekatze jemandem ein Haar krümmen könnte. Wer aber einmal einen Löwen im echten Leben hat brüllen hören, der wird dieses Tier für immer mit Ehrfurcht in Erinnerung behalten.

Nach dem afrikanischen Tiger ist der Löwe die zweitgrößte Katzenart. Mit einer Kopf-Rumpflänge von etwa zweieinhalb Metern bringt er es auf bis zu 300 Kilogramm. Das Männchen fällt durch seine imposante Mähne auf. Auch wenn sie keine Langstreckenläufer sind, bringen sie es auf bis zu 60 Kilometer pro Stunde.

Durch Löwen kommen jährlich mehrere hundert Menschen ums Leben. Allerdings die wenigsten in der freien Wildbahn. Oft erwischt es Zoowächter, Zirkusdompteure oder Übermütige, die sich die Großkatzen als Haustiere halten.

 

1. Der Moskito

Die kleinen Plagegeister töten Millionen von Menschen
Die kleinen Plagegeister töten Millionen von Menschen © iStock / HAYKI

Das tödlichste aller Tiere ist jedem von uns mit großer Sicherheit schon mal gehörig auf die Nerven gegangen. Der Moskito oder: Die "Stechmücke". Das unscheinbare, kleine Tier tötet mehr als eine Million Menschen pro Jahr.

Moskitos sind Überträger zahlreicher Krankheiten, die beim Menschen zum Tod führen können. Häufigste Krankheit ist die Malaria. Aber auch Elefantiasis, Gelbfieber und der West-Nil-Virus können durch die kleinen Plagegeister übertragen werden.

Die meisten Moskitos, die für den Menschen gefährliche Krankheiten übertragen, treten vor allem in tropischen Gebieten auf. Doch auch in unseren Breitengraden gibt es mittlerweile Moskito-Arten, die für den Menschen gefährlich werden können.

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