Nostalgie pur Die besten Werbe-Slogans der 80er-Jahre

Michael | Männersache 25.09.2018

Wer in den 70ern geboren wurde, der hat gute Chancen, seine Gehörgänge mit den penetrantesten Werbe-Slogans der 80er versaut zu haben und sich tatsächlich noch bewusst daran erinnern zu können. Herzliches Beileid.

Natürlich bedeutet penetrant in der Werbung auch erfolgreich. Und so ehren wir hier die penetrantesten Werbe-Slogans der 80er. Auf geht’s.

Die besten Werbe-Slogans der 80er-Jahre


Platz 20 Gard. Haare gut, alles gut
Klar. Darauf kommt es ja nun wirklich an. Vergiss, dass du hochverschuldet bist und dein Auto gerade den Geist aufgegeben hat, die Kinder gerade anfangen, Drogen zu nehmen und dein Mann fremdgeht, denn: "Haare gut, alles gut". Danke Gard.

Platz 19 Blend-A-Med. Damit sie morgen auch noch kraftvoll zubeißen können
Zum Beispiel ins Bein deines Chef, weil er dich schon wieder nicht befördert hat. In einen Apfel will ich auch so noch reinbeißen können, und zwar unabhängig von der Zahnpasta, die ich benutze.

Platz 18 Oma, Oma, kennst du schon den Blubb
Nee, Oma kennt den Blubb nicht. Bei ihr macht der Spinat keine komischen Töne. Und wenn der kleine nervige Enkel ihr das einreden will, dann gibt’s was hinter die ungewaschenen Löffel. So!

Platz 17 Die schönsten Pausen sind lila. Lila Pausen, holadio
Ja, da wurde noch gefensterlt, denn auf der Alm, da gib’s koa Sünd. Aber wehe, wenn Milka seine Lila Pause ins Gespräch bringt. Dann ist Schluss mit Lustig. Und das Maderl kann sehen, wo es bleibt. Holadio.

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Platz 16 Fruchtzwerge. So wertvoll wie ein kleines Steak
Kinder in der Werbung – das klappt immer. Und Fruchtzwerge sind soo gesund. Aber mal ganz ehrlich: Die kleinen Scheißer haben noch nicht mal ihre Milchzähne locker, sollen ihr Kauwerkzeug schon sprichwörtlich in ein echtes Steak versenken? Läuft nicht.

Platz 15 Bei mir wirkt 8x4
"32" haben wir damals immer spontan ausgerufen. Und uns sogleich in Gedanken an ein Deo gemacht, das viel mehr kann. Weil wir es viel stärker gemacht haben: "10x70", da konnte 8x4 einpacken.

Platz 14 Dr. Best. Die klügere Zahnbürste gibt nach
Eins sag‘ ich euch, Leute. Dieser alte Gichthaken, der da im weißen Mantel in klinischer Umgebung saß, und in skurriler Art und Weise eine Zahnbürste gegen eine Tomate presste, der hatte doch einen an der Waffel. Auf jeden Fall war der kein echter Dr. Und wenn, hieß er mit Sicherheit nicht "Best" mit Nachnamen. Aber Hauptsache die Zahnbürste ist klug.

Platz 13 Otto... find' ich gut
Ich auch. Aber der Rest nicht. Die Hamburger waren in den 80ern Giganten. Dann haben sie volles Programm das Internet verschlafen und haben mittlerweile den Versand ihres gefühlt drei Zentner schweren Katalogs eingestellt. Richtig so. Print… find ich altmodisch.

Platz 12 Natreen. Macht das süße Leben leichter
Entgegen der landläufigen Meinung gibt es Natreen noch immer. Auch wenn die TV-Werbung längst eingestellt wurde. Und jetzt ratet mal, mit welchem Werbespruch das Produkt heute online beworben wird. Genau! Das nenne ich mal Konstanz. Vielleicht fällt ihnen auch nur einfach nichts Neues ein, wer weiß.

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Platz 11 Kupferberg Gold. Eine der schönsten Launen der Welt
Okay, das war natürlich von Anfang an ein inkonsistentes Ding. Was denn nun – Kupfer oder Gold? Entscheidet Euch mal. Aber immerhin ist das Gesöff nach Angaben des Herstellers – ja, es gibt den Sekt noch! – immer noch eine der schönsten Launen der Welt. Und wir müssen an Natreen denken.

Platz 10 Ferrero Rocher. Adel verpflichtet
Ach, was die Welt in den 80ern noch in Ordnung. Der Adel vergnügte sich mit Schampus und golden eingepackten Schokobomben und das Fußvolk saß vor der Glotze und sah ihm dabei zu. So war das eben damals. Die Rollen waren klar verteilt und die Blaublütigen hatten sich gefälligst die Pampe in den Rachen zu stecken, denn: Adel verpflichtet.

Platz 09 Bonduelle ist das famose Zartgemüse aus der Dose
Wer diese Werbung als Kind gesehen hat, wird sie nie vergessen. Mit Schmackes rennen Erbsen und Möhren gegen eine Wand mit einem großen und einem kleinen Loch. Und natürlich kam nur das beste Feingemüse durch das kleine Loch und entsprechend in die dahinter positionierte Bonduelle-Dose. Die großen Erbsen und Möhren rammten sich den Schädel ein. Und die Kids waren traumatisiert und wollten alles essen, nur kein Gemüse mehr.

Platz 08 Waschmaschinen leben länger mit Calgon
Dass Waschmaschinen verkalken war früher eine Binsenweisheit. Klar, bei dem Wasser. Und diesen Heizspiralen, die der Techniker da aus den Maschinen holte. Gottseidank gab es Calgon. Inzwischen wird nicht einfach mehr Granulat in die Maschine gekippt, man ist bei 2in1 Power Tabs angekommen. Und der Spruch? Im Zeitalter geplanter Obsoleszenz dürfte der auch nicht mehr viel hermachen. Obwohl: Wer weiß, wann die Maschine den Geist aufgibt, wenn man NICHT Calgon zu füttern gibt. Wir wissen es nicht. Und wollen es auch gar nicht wissen.

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Platz 07 Hoffentlich Allianz-versichert
Egal, was passiert. Wenn man eine Versicherung hat, dann ist alles gut, oder? Oh, dem Chef ins Auto gerauscht? Kein Ding. Allianz. Dem Nachbarn aus Versehen beim letzten Gartenfest den Grillspieß ins Auge gerammt? Problemlos. Allianz. So war das damals. Wir bauen Bockmist, die Versicherung zahlt. Aber nur die Allianz. Alles anderen versuchen sich natürlich aufs Schmählichste vorm Schadensfall zu drücken. Genau.

Platz 06 Darauf einen Dujardin
Oh, wie edel sich zwei Herren in der Werbung gegenseitig loben ob ihrer im Leben erreichten Ziele. Du hast dies gut gemacht, darauf einen Liter Weinbrand. Ja, und du warst brillant bei XY, darauf die nächste Pulle… Man kann sich denken, wo das hinführt.

Platz 05 Chipsfrisch von funnyfrisch. knusperknabberknackigfrisch
Heute gibt es im Chips-Bereich die fette Auswahl: Quinoa-Kohlrabi-Sauerbier-Eisbein-Crisps. Und 430 weitere Sorten. Kein Problem. Früher war die Welt noch in Ordnung. Da gab es: Gesalzen. Und ungarisch. Das war dann schon die exotische Sorte. Da griff man gerne zu Chipsfrisch, denn die waren knusperknabberknackigfrisch. Enough said.

Platz 04 Mars macht mobil, bei Arbeit, Sport und Spiel
Endlich etwas, das sich reimt. Und was sich reimt, ist gut. Das wusste schon Pumuckl, die alte Rothaut. Heute wird ja eigentlich nur noch Snickers beworben und alle anderen Riegel haben es offensichtlich hinter sich. Vorbei die Zeiten, wo Milky Way in Milch schwamm, Lion der Löwe unter den Riegeln war und man voller Überzeugung sagte "Nuts hat’s". Anscheinend macht Mars nicht mehr mobil. Weder bei Arbeit, Sport, noch Spiel.

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Platz 03 Persil. Da weiß man, was man hat
Und jetzt der Champion, die Eminenz in Grau. Konservativer geht es nicht mehr. Da sitzt ein Mann mit Anzug und Schlips in betont amtlicher Haltung vor einer verdammten Packung Waschpulver und erzählt mit einer Stimme, als gälte es den NATO-Doppelbeschluss zu erklären. Aber es geht nur um verdammtes Waschpulver. Und genau damit wurde in den 80ern nicht gespaßt. Wäsche war Staatsache. Welche Hausfrau wollte sich schon nachsagen lassen, sie hätte nur das zweitbeste verdammte Waschmittel gekauft? Verdammt richtig!

Platz 02 Meister Proper putzt so sauber, dass man sich drin spiegeln kann
So, jetzt der Glatzkopf mit dem Ring im Ohr. Wir haben uns damals gefragt, ob Meister Proper ein Fascho ist und hätten uns nicht gewundert, wenn er altdeutsche Runen-Tattoos auf dem Oberarm gehabt hätte. Hatte er nicht. Stattdessen hat er in nullkommanix die Wohnung der gebeutelten Hausfrau wieder auf Vordermann gebracht. Bis man sich überall spiegeln konnte. Selbst im Wildleder. Dafür darf man dann auch mal aussehen wie ein Skinhead.

Platz 01 Coca Cola. You can't beat the feeling
Natürlich landet die Softdrink-Plörre Nummer eins auch auf Platz eins. In den 80ern hatten die Coca-Cola-Macher sich für einen englischen Spruch entschieden, der so herrlich weltoffen anhörte. Zumindest für die, die kein Englisch konnten. Alle anderen wunderten sich schon damals, warum man dieses Gefühl nicht mehr steigern konnte. Hatte das Koks wieder seinen Weg zurück in den Softdrink gefunden? Unabhängig davon kann man auch heute noch keinen 80er-Jahre-Slogan finden, der so wenig mit dem Produkt an sich zu tun hatte und doch so perfekt den Absatz des Zuckerwassers ankurbelte.

Wer jetzt bei so viel Werbe-Blabla Sodbrennen bekommen hat: Keine Bange, denn "Renni räumt den Magen auf!"

In diesem Sinne. "Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix." Tschüss.

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