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Welt der Wunder

Die 7 dunklen Kräfte meines Gehirns: Die Aufmerksamkeits-Falle

Warum unsere Gedanken alle 200 Millisekunden abschweifen – ohne, dass wir es merken.

Multitasking
Multitasking: Krieg um unsere Aufmerksamkeit iStock / AndreyPopov

Hintergrundrauschen

Während Sie diesen Satz lesen, glauben Sie vermutlich, dass Sie das konzentriert tun. Tatsächlich hat Ihr Gehirn in den vergangenen vier Zeilen mindestens dreizehnmal den Fokus verändert – ohne dass Sie es gemerkt haben.

Fakt ist: Alle 125 bis 250 Millisekunden schwankt unsere Aufmerksamkeit von hochfokussiert zu unfokussiert und wieder zurück. Aber welche dunklen Kräfte im Gehirn stecken hinter dieser Ablenkung?

Erinnerungen, Ängste, Hoffnungen – all das beansprucht fast ununterbrochen unsere Aufmerksamkeitsantennen. "Das Hintergrundrauschen unseres Bewusstseins", nennt es der Philosophieprofessor Thomas Metzinger, der das Phänomen des sogenannten Mind Wandering untersucht.

Krieg um unsere Aufmerksamkeit

Hinzu kommen Ablenkungen von außen. Und die prasseln mittlerweile pausenlos auf unser Gehirn ein. Ansagen des Navigationsgerätes, vibrierende Smartphones, Alarmtöne von ankommenden Mails – in nahezu allen Lebensbereichen ist ein Krieg um unsere Aufmerksamkeit entbrannt.

Und die dunkle Macht der Ablenkung gewinnt zusehends an Einfluss. Der amerikanische Neurowissenschaftler Daniel Levitin hat dieses Phänomen in seinem Buch "The Organized Mind" wie folgt beschrieben: Jeder neue Impuls, den unsere Sensoren wahrnehmen, sorgt dafür, dass im Gehirn der Glücksbotenstoff Dopamin ausgeschüttet wird.

"Das wiederum führt dazu, dass uns das Gehirn dafür belohnt, dass wir uns nicht mehr konzentrieren. Wir wollen das gute Gefühl noch einmal erleben – und werden abhängig von Ablenkung", erklärt Levitin.

Gegenstrategien

1. Machen Sie Pausen: Konzentration verbraucht viel Energie - bereits nach 20 Minuten lässt unsere Aufmerksamkeit messbar nach. "Mehrere kurze Pausen, die sich deutlich von der Arbeitsphase abgrenzen, weil man zum Beispiel den Raum verlässt, sind erholsamer als eine lange Pause, die man im Büro verbringt", sagt der Psychologe Karl Westhoff.

2. Entscheiden Sie sich: Aufmerksamkeit ist eine extrem begrenzte Ressource. Je stärker wir sie splitten, desto schlechter können wir uns auf jede Aufgabe konzentrieren. Tatsächlich hatte eine Studie der University of Michigan das Ergebnis, dass unsere Produktivität beim Multitasking im Schnitt um 40 Prozent sinkt.

Gleichzeitig ist die Fehlerquote von Multitaskern 20 Prozent höher. 3. Nutzen Sie die "Peak-Zeit": Studien zeigen, dass die meisten Menschen zwischen 9 Uhr und 12 Uhr am effizientesten arbeiten.

Eine zweite Peak-Time liegt zwischen 15 und 17 Uhr. Psychologen raten dazu, in diesen Zeitfenstern die schwierigsten Aufgaben zu erledigen. Die Tiefzeiten, also die Mittagszeit und die Stunde vor Feierabend, eignen sich dagegen optimal, um E-Mails zu beantworten.

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