News-Update

Dick Pics: Europäisches Land stellt Bildversand von Geschlechtsteilen unter Strafe

No Pic vom eigenen Dick, jedenfalls nicht in Finnland! Ansonsten könnte es sein, dass der Cockring demnächst gegen Handschellen eingetauscht werden muss.

Frau starrt entsetzt auf ihr Handy
Frau erhält "Dick Pic" Foto: iStock / SIphotography

Dick Pics sind weit verbreitet

Egal, ob man es nun Penisbilder, Cyber Flashing oder eben Dick Pics nennt - gemeint ist immer das gleiche, nämlich das unerwünschte Versenden anstößiger Bilder, zumeist eben Bilder von erigierten Penissen.

Die wenigsten, zumeist weiblichen Empfänger dürften ein solches Bild angefordert haben. Einer Studie zufolge haben etwa 35 Prozent der weltweit 15- bis 25-Jährigen bereits mindestens einmal solch ein explizites Bild erhalten.

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Finnland plant Gesetzesänderung

Finnland will jetzt gegen solche Bilder vorgehen. Ein neuer Gesetzesentwurf sieht vor, das Versenden von Dick Pics künftig unter Strafe zu stellen.

Geplant ist, bei eindeutiger Feststellung des Absenders diesen mit bis zu sechs Monaten Haft zu belegen, wie ein Sprecher des Justizministeriums mitteilte.

Weltweites Problem

Das bisherige Problem: Derzeit sind für den Tatbestand der sexuellen Belästigung nach finnischem Recht Berührungen nötig. Das Verschicken unerwünschter sexueller Bilder fält bis jetzt allenfalls unter den Tatbestand der Diffamierung.

In Deutschland wird kaum in dieser Sache ermittelt. Oft ist es nicht möglich, eindeutig festzustellen, wer der Absender des anstößigen Inhalts ist.

Die Kinderrechtsorganisation Plan International hat dieses Jahr per Umfrage herausgefunden, dass 51 Prozent der 14.000 weltweit befragten Mädchen und jungen Frauen sexuelle Belästigung im Internet hinnehmen mussten.