Schlupfloch-Regelung Deutscher Politiker kassiert 800.000 Euro für 27 Jahre Nichtstun

Michael | Männersache 07.03.2018
Staatssekretär kassiert fürs Nichtstun
© iStock / alfexe / mipan; Instagram / kuhnhansjurgen (Collage Männersache)

Hans-Jürgen Kuhn ist eigentlich kein Abzocker. Der Grünen-Politiker war von 1989 bis 1991 Berliner Staatssekretär. Dann wurde er in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Und seitdem kassiert er. 2.500 Euro, Monat für Monat. So ist in den letzten 27 Jahren die stolze Summe von 800.000 Euro zusammengekommen.

Aber bevor jetzt großartig "Abzocke" geschrien und Blut gespuckt wird: Es ist alles rechtens. Kuhn profitiert lediglich von einer Regelung, die seine eigene Partei, die Grünen, zur damaligen Zeit schon abschaffen wollte, dann aber von der SPD im Programm behalten wurde.

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Theoretisch hätte Kuhn auch nur einen Tag im Amt sein müssen, um seinen monatlichen Geldsegen zu beziehen. Er selbst sagt denn auch, dass er jene Regelung  als ungerecht empfindet.

Könnte man jetzt natürlich spötteln und ihm empfehlen, darauf freiwillig zu verzichten. Aber wer von uns könnte schon der Versuchung einer Art privaten, bedingungslosen Grundeinkommens widerstehen? Siehste!

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Mittlerweile ist eine derartige Vergütung übrigens nicht mehr möglich. Ein Staatssekretär muss heutzutage mindestens fünf Jahre im Amt gewesen sein, um eine Pension zu bekommen und diese wird dann auch nur für die Zeitdauer der Amtsausübung bezahlt.

Sind wir nun also sauer auf Hans-Jürgen Kuhn? Oder sagen wir stattdessen "Nimm, was Du kriegen kannst"?

Vielleicht sollten wir uns auch nicht allzu sehr auf Kuhn einschießen, denn momentan gibt es noch sage und schreibe 28 weitere Staatssekretäre, die von der gleichen Uralt-Regelung profitieren.

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