Flüchtlinge Deutsche Piloten verweigern Abschiebeflüge

Tobias | Männersache 04.12.2017
Piloten weigerten sich zu fliegen
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Aus einer Anfrage im Bundestag ging hervor, dass 222 geplante Abschiebeflüge gestoppt wurden, weil die Piloten die Durchführung verweigerten.

Zwischen Januar und September 2017 wurden alleine bei Deutschlands größter Fluggesellschaft Lufthansa und deren Tochterunternehmen Eurowings 85 Rückführungsflüge verweigert. Mit 140 Flügen wurden die meisten Abschiebungen von Piloten an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt gestoppt.

Laut der Deutschen Welle wollen die Piloten nicht Teil einer kontroversen Rückführungspraxis von Flüchtlingen nach Afghanistan sein. Trotz anhaltender gewalttätiger Auseinandersetzungen wird Afghanistan von einigen als sicheres Herkunftsland betrachtet, in das Flüchtlinge zurückgeführt werden können.

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Trotz vermehrter Abschiebungen ist Deutschland nach wie vor das Hauptziel von Flüchtlingen innerhalb der Europäischen Union. 2017 musste in Deutschland über mehr Asylanträge entschieden werden als in allen restlichen 27 EU-Ländern zusammen.

Seit Deutschland die Zahl der Abschiebungen erhöht hat, gehen auch immer mehr Asyl-Antragssteller gerichtlich gegen ihre Ablehnung vor. Nach Angaben des NDR beliefen sich die Gerichtskosten für Verfahren von Januar bis November auf knapp 20 Millionen Euro.

Um die Abschiebung zu beschleunigen und Kosten zu sparen, hat die Bundesregierung vorgeschlagen, ab Februar 2018 jedem abgelehnten Asylbewerber 3.000 Euro zu geben, damit er die Abschiebung akzeptiert.

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