Fleischersatz Deutsche haben kein Bock mehr auf Veggie-Produkte

Tobias | Männersache 27.10.2017
Deutsche wenden sich von Fleischersatzprodukten ab
© iStock/Big_Ryan, Pat_Hastings

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bestätigt, dass der Umsatz von Fleischersatzprodukten rückläufig ist.

"Das Thema hat viele Verbraucher neugierig gemacht, jetzt ist der Hype aber vorbei", sagt auch der Fleischmogul und Schalke-Boss Clemens Tönnies gegenüber der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf.

Sein Unternehmen "Gutfried" dürfte nicht ganz unschuldig an diesem Trend sein. Auch hier wurde in der vegetarischen Fleischwurst ein viel zu hoher Salzgehalt gemessen.

In einem Test der Stiftung Warentest wurden 6 von 20 Fleischersatzprodukten erhöhte Mineralölbestandteile festgestellt. Diese Ergebnisse verunsicherten die Verbraucher. Gerade Konsumenten, die keine Vegetarier sind, konnten mit solch negativen Schlagzeilen nicht lange gebunden werden.

Tönnies ist Fleischindustrieller und sitzt im Aufsichtsrat von Schalke

Fleischmogul kündigt Ende des Veggie-Booms an

"Viele haben die Produkte ausprobiert, der überwiegende Teil der Konsumenten hat es dann aber bei einem Versuch belassen", sagt GfK-Experte Wolfgang Adlwarth gegenüber Welt.

Täuschen kann dieser Trend jedoch nicht darüber, dass die Zahl der Vegetarier weiter wachsen dürfte. Der Vegetarierbund geht von rund acht Millionen Vegetariern in Deutschland aus. Studien des Marktforschungsinstituts YouGov bestätigen den Wachstumstrend.

Das passt auch zu der Halbjahresmeldung des Statistischen Bundesamtes. Die gewerblichen Schlachtbetriebe haben in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 mit vier Millionen Tonnen Fleisch etwa 2 Prozent weniger Fleisch verarbeitet als im Vorjahreszeitraum.

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