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Deutsche Behörde erklärt Mann für tot - da ist nur ein kleiner Haken

Manfred Winkler ist tot. Das Problem dabei: Er lebt. Was völlig Banane klingt, ist es auch. Wen deutsche Behörden am Wickel haben, muss notfalls auch beweisen, dass er noch Puls hat.

Stempel Verstorben und geschocktes Renter-Ehepaar
Verstorbener Rentner lebt iStock / skynesher / imago images / blickwinkel (Collage Männersache)

Verstorbener Rentner lebt

Das hätte gut und gerne eine sogenannte sich selbst erfüllende Prophezeihung werden können - nämlich dann, wenn das vermeintliche Opfer vor Schreck über die Nachricht seines Todes einen Herzinfarkt erlitten hätte.

Das kratzt die zuständige Behörde zunächst wenig. Wer in ihren Akten als Verstorben geführt wird, der hat auch gefälligst tot zu sein. Punkt. Damit muss jetzt auch Manfred Winkler (82) klarkommen.

Das Phänomen klärt sich auf

Dem ehemaligen Maurer wurde, nachdem der Rentenversicherung ein Fehler unterlaufen war, sofort die EC-Karte gesperrt. Die Versicherung forderte dann auch noch konsequent die über den angeblichen Todeszeitpunkt hinaus bereits gezahlten Beiträge zurück.

Konsequenz: Konto leer und Zusatzosten wegen Mahnungen, denn Versorger wie Stadtwerke & Co. buchten fleissig weiter ab. Bei der Bank zeigte Winkler seinen Personalausweis vor und brachte die Dinge gottseidank wieder ins Lot.

Dirk von der Heide, Sprecher der Rentenversicherung erklärt das skurrile Phänomen:

„Am 31. März 2020 wurde ein Antrag auf Witwenrente aus der Versicherung eines tatsächlich verstorbenen Rentners gestellt. Auf dem Antrag wurde fälschlicherweise die Versicherungsnummer von Herrn Winkler angegeben. Der Fehler ist der Sachbearbeitung erst aufgefallen, nachdem die Rentenzahlung an Herrn Winkler bereits eingestellt wurde.“
Dirk von der Heide

Und von der Heide ergänzt: "Es handelt sich hierbei um einen sehr bedauerlichen Einzelfall. Sollten Herrn Winkler durch unseren Fehler Kosten entstanden sein, werden ihm diese erstattet."

In bester Gesellschaft

Und so kann sich Manfred Winkler damit trösten, dass er in bester Gesellschaft ist. Diverse Prominente wurden durch die Jahrhunderte schon zu Lebzeiten für tot erklärt.

Auch ein gewisser Samuel Longhorn Clemens, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Mark Twain. Der reagierte auf sein angebliches Dahinscheiden recht süffisant: "Die Nachricht von meinem Tod ist stark übertrieben."

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